Jahresrückblick: Das war mein 2018

Was für ein Jahr: DANKE 2018! Zwölf kurzweilige Monate liegen hinter mir, das zeigen auch die Beiträge hier. In mehrfacher Hinsicht war 2018 ein besonderes Jahr. Wir hatten einen Jahrhundertsommer, eine “Heißzeit”. Und wir waren so viel auf Reisen wie wohl nie zuvor, was ich als absolutes Privileg betrachte. Weitere Erinnerungen habe ich in meinem Jahresrückblick 2018 kurz zusammengefasst.

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Januar: Bronchitis und andere Naturgewalten

Leider bin ich kränkelnd ins neue Jahr 2018 gestartet und lag einige Tage mit Bronchitis flach. Der Januar war deshalb in Bezug auf Unternehmungen ziemlich ereignisarm.

Dafür gab es einen Touristenboom am Rhein in Duisburg: Wegen einer starken Schneeschmelze war nämlich Hochwassser, das zum Glück nicht zum Problem wurde. In Duisburg waren die Mühlenweide unter Wasser und der Schiffsverkehr eingestellt. 1995 war der Pegel noch höher und die Aufregung auch noch etwas größer.

Salbeibonbons lutschend konnte ich mir das Hochwasser nicht live, sondern nur bei Instagram und im Fernsehen anschauen. Egal, es wird nicht das letzte gewesen sein.

Nur wenige Tage später fegte Orkan “Friederike” durch Deutschland. In Duisburg heulten die Sirenen, die Stadtautobahn war gesperrt und die Feuerwehr im Dauereinsatz. Obwohl es wirklich stark gestürmt hat, sind wir erneut glimpflich davon gekommen. Glück gehabt!

Tower Bridge London

Februar: Erst London, dann Sendepause

Während im Rheinland die Narren bützten und schunkelten, waren meine Tochter und ich in London. Den schulfreien Rosenmontag haben wir Nichtkarnevalisten für eine schöne Wochenend-Städtereise genutzt. Eine Megametropole wie London lässt sich zwar an zweieinhalb Tagen nicht vollständig erkunden, wir haben aber mit Unterstützung der wunderbaren Februarsonne richtig viel gesehen.

Zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch habe ich mir dann eine einwöchige Digitalpause verordnet. Es tat gut, sich für eine Weile unabhängiger von Smartphone und Co. zu machen. Ich habe das Analogsein sehr genossen. Allerdings habe ich auch gemerkt, wie online unser Alltag inzwischen ist.

Belgien Middelkerke Westende

März: Von Berlin nach Belgien

Viel hatte ich über sie gelesen, einmal wollte ich sie auch selbst erleben: die weltgrößte Touristikmesse ITB. Also bin ich für einen Tag nach Berlin geflogen und habe in den Messehallen eine kurze Reise um die Welt gemacht.

Natürlich kam ich mit großer Lust zurück, auch wieder “ich echt” auf Reisen zu gehen. Die Tage an der belgischen Nordseeküste am Ende des Monats kamen da gerade recht. Das Meer ist einfach einer meiner allerliebsten Lieblingsplätze, egal welches es ist.

Sportpark Wedau Duisburg

April: Famoser Frühling und viel frische Luft

In diesem Jahr hat der vierte Monat wettermäßig wirklich alles gezeigt, wofür er so berühmt-berüchtigt ist. Am Anfang war es noch winterlich kalt, gegen Ende sommerlich warm. Die steigenden Temperaturen ließen die Natur geradezu explodieren: Überall grünte und blühte es. Schön!

Wegen eines idiotischen Brandstifters war im April Duisburgs wichtigste Nord-Süd-Verbindung, die A59, unplanmäßig für mehrere Tage gesperrt. Hinzu kamen etliche andere Baustellen in der Stadt. Duisburg versank im Verkehrschaos, nix ging mehr. Zum ersten Mal bin ich in dieser Zeit einige Male mit dem Fahrrad zur 17 km entfernten Arbeitsstätte gefahren. Damit  kam ich zwar nicht schneller, dafür aber deutlich entspannter an.

Enschede

Mai: Wiedersehen in Enschede

Eine meiner Freundinnen wohnt seit Jahren in Ostfriesland, deshalb sehen wir uns leider viel zu selten. Im Mai 2018 haben wir uns mal wieder “in der Mitte” getroffen, dieses Mal in Enschede. Das kleine holländische Städtchen in der Nähe von Gronau/Münsterland ist dafür richtig gut geeignet, finde ich. Es gibt schöne Läden zum Stöbern und nette Cafés zum Einkehren. Wir haben natürlich vor allem gequatscht, aber immerhin einige Male die Location gewechselt. Nicht nur wegen des sonnigen Wetters war es ein sehr schöner Tag. Auf ein baldiges Wiedersehen – meinetwegen auch gerne wieder in Enschede!

Göteborg Schweden

Juni: Midsommar in Göteborg

Auch in diesem Jahr ging es wieder auf “Morgens-hin-abends-zurück-Tour”. Unser Ziel 2018: Göteborg, und das ganz genau und ganz bewusst am Midsommartag. Zwar hatten an diesem Tag die meisten Geschäfte geschlossen, dafür war es an diesem schönen Sommertag aber auch angenehm leer in Schwedens Nr. 2. Am Nachmittag strömten die Göteborger dann zielstrebig in die Parks ihrer schönen Stadt, um dort gemeinsam ihr traditionelles Fest zu feiern. Wir mittendrin. Nur eines hatte ich bei der Reisevorbereitung tatsächlich vergessen: den Blumenkranz!

Leeuwarden Kulturhauptstadt 2018

Juli: Zwei Kulturhauptstädte in einem Monat

Die Kulturhauptstädte 2018 waren Leeuwarden in Friesland/NL und Maltas Hauptstadt Valletta. Beide Orte haben wir besucht, und das zufällig im gleichen Monat. Interessanterweise zeigte sich uns das beschauliche Leeuwarden deutlich aktiver als das historische Valletta, wo wir regelrecht nach Hinweisen auf das besondere Jahr suchen mussten. Egal, wir waren ja vor allem zum Urlauben auf Malta und verbrachten hier sehr schöne Tage am Meer.

Bergbaumuseum Bochum

August: Auf Tour in Bochum

Bochum gehört zu den Ruhrgebietsstädten, die ich am wenigsten kenne. Deswegen habe ich mich besonders darauf gefreut, die Stadt bei der kunstgebiet.ruhr-Tour zu erkunden. An einem herrlichen Sommersonntag fuhren wir eine gut gewählte Strecke, auf der natürlich auch das Bergbau-Museum Bochum lag. Wie ausgedorrt die Wiese vor dem markanten Förderturm war! Typisch für den August 2018 und für viele Wochen davor, in denen wir mit richtig viel Sonne verwöhnt wurden.

Gasometer Oberhausen Der Berg ruft

September: Der Berg rief

So oft war ich am Gasometer Oberhausen vorbei gefahren. So oft hatte ich über die Ausstellung “Der Berg ruft” gelesen. So oft hatte ich gedacht: “Die willst du dir auch noch angucken.” – Ende September war es dann endlich soweit. Wahrscheinlich war es sogar ein guter Zeitpunkt: nicht so kalt wie im Winter, als die Ausstellung begann und nicht mehr so aufgeheizt wie in den Monaten des Supersommers 2018. Wir sahen das Matterhorn aus allen möglichen Blickwinkeln. Und andere bekannte Berge. Menschen und Tiere in den Bergen. Extrembergsportler. Traumhafte Landschaften. Da kommt man selbst als Meerliebhaber ins Grübeln: Vielleicht doch mal Urlaub in den Bergen?

Kreuzfahrt

Oktober: Zweiter Anlauf für #anjahoi

Doch zunächst ging es wieder ans, genauer gesagt aufs Meer. Nach 2012 wagten wir unsere zweite Kreuzfahrt. Wagten? Nun ja, ich war bis zuletzt skeptisch, weil mich die erste Seereise nicht so richtig überzeugt hatte. Aber wir entschieden uns für ein großartiges Schiff, und letztendlich zerstreuten sich meine Bedenken in der frischen Meeresbrise. #anjahoi 3.0 steht also nichts im Seeweg.

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November: Vorhang auf für #anjasfarbenteuer

Jahr für Jahr ist der November derjenige Monat, den ich am wenigsten mag. Er ist für mich irgendwie so farb- und ereignislos. Dass dieser November gar nicht so sein würde, konnte ich im Vorhinein ja nicht wissen. Die erste Monatshälfte war nämlich richtig schön: ein Bilderbuchherbst, toll! Trotzdem habe ich, wie erstmals 2017, auf Instagram elf besonders farbenfrohe Fotos gepostet und dem vorletzten Monat damit (zusätzlich) ein bisschen Farbe eingehaucht.

Weihnachten Strand

Dezember: Weihnachten im Sand

Die große Sehnsucht hat uns schließlich am Ende des Jahres wieder in unseren Lieblingssandkasten getrieben. Zum ersten Mal haben wir Weihnachten in der Wüste bzw. am Strand gefeiert. Flipflops statt Winterstiefel, Shawarma statt Spekulatius. Es war ein ganz neues Gefühl, bei angenehmen 25 Grad Tagestemperatur zu schwimmen, während im Hintergrund Weihnachtsmusik läuft…

Die VAE sind momentan einfach das Reiseziel, an dem jeder von uns Dreien auf seine Kosten kommt. Auf vergleichsweise engem Raum gibt es hier alles: Pool und Meer, Shopping und Sightseeing, Natur und Infrastruktur. Dazu köstliches Essen und nette Menschen. Also haben wir 2018 auf Weihnachtspräsente verzichtet und uns gemeinsam mit dieser Reise beschenkt. Eine sehr gute Idee!

2018

Was mir aus diesem Jahr in Erinnerung bleibt:

  • 2018 war für mich ein Vielreisejahr: Ich glaube, in keinem anderen Jahr war ich so viel unterwegs wie in diesem. Wie das kam und wie das ging, darüber habe ich …hier geschrieben.
  • Mir ist bewusst geworden, dass sich unser Reiseverhalten verändert hat: Inzwischen verreisen wir lieber individuell statt pauschal und packen gerne nach einigen Tagen die Koffer, um sie an einem anderen, neuen Ort wieder auszupacken.
  • Wir hatten einen Jahrhundertsommer: Von Mitte April bis in den November war es fast ununterbrochen sonnig. “Heißzeit” ist wohl auch deshalb das Wort des Jahres.
  • Der Steinkohlebergbau in Deutschland ist Geschichte. Schicht im Schacht. Das Ruhrgebiet hat, teils sehr emotional, über Wochen Abschied genommen. Einige Fördertürme bleiben unserer Region hoffentlich als Andenken erhalten.
  • Es gab auch 2018 nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, sondern immer wieder Momente bzw. Phasen, in denen ich an meine Grenzen geraten bin. Bei aller Lobhudelei will ich das nicht unterschlagen.
  • Der für mich hektischste Monat war der September. Eigentlich ist es einer meiner Lieblingsmonate, den ich in diesem Jahr allerdings kaum genießen konnte. Ich setze auf 2019!
  • Wie gut, dass es den Blog gibt: So bleibt (mir) viel mehr viel besser in Erinnerung.

Wenn das keine Motivation ist, 2019 weiterzumachen?! Aber nicht, ohne vorher DANKE zu sagen: an alle, die mich 2018 begleitet und unterstützt haben, die mein Jahr bereichert haben, von denen ich lernen durfte, die ich auch persönlich getroffen habe, die mir bei Instagram ein Herz geschenkt und die hier aufm Blog einen Kommentar geschrieben haben. Ich habe mich darüber wirklich sehr gefreut!

Allen einen geruhsamen Jahresausklang, alles Gute für das neue Jahr und Glück auf!

 

 

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