Castrop-Rauxel: Trekking mit Alpakas

Achtung, Niedlichkeitsalarm! Es geht um extrem putzige Tiere, nämlich um Alpakas, die wir mit einer befreundeten Familie in den Sommerferien bei einer Trekking-Tour in Castrop-Rauxel kennengelernt haben. Die Begegnung mit den ausgeglichenen, flauschigen Tieren hat allen sehr gut gefallen – den Teenagern, den Frauen und den Männern. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie eine Alpaka-Wanderung abläuft, für wen sie sich eignet und wo im Ruhrgebiet man solche Touren machen kann.

Wir waren zu Besuch bei „Daniels kleine Farm“ in Castrop-Rauxel. Am Rande des Landschaftsschutzgebiets Wagenbruch hat sich Daniel seinen Traum einer eigenen Alpaka-Herde erfüllt. 2015 begann er mit fünf Tieren. Inzwischen gehören fast 30 Alpakas zu seiner Herde, zwei davon sind Lamas. Lamas sind etwas größer und eigenwilliger als Alpakas. Für Anfänger sind sie deshalb noch nicht geeignet.

Alpakas sind eine domestizierte Kamelform und stammen aus den südamerikanischen Anden. Sie werden vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet und in der Regel einmal jährlich geschoren. Aus der Rohwolle entsteht hochwertiges Alpakagarn.

In Europa kommen Alpakas wegen ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie zum Einsatz. Sie sind so unkompliziert und strahlen eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, dass sie für Tierspaziergänge ideal geeignet sind. Und dazu so niedlich und flauschig!

Wie alle Kamele sind Alpakas soziale Tiere (Herdentiere) und fühlen sich in Gruppen am wohlsten. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Ihre Lebenserwartung liegt zwischen 20 und 25 Jahren.

Wir hatten eine zweistündige Trekking-Tour gebucht. Jeder von uns bekam ein eigenes Alpaka zugeteilt und führte es in einer Gruppe von etwa zwölf Teilnehmern und in Begleitung von zwei Mitarbeiterinnen von Daniels kleine Farm durch die nahegelegenen Wälder und Felder. Man kann aber auch ohne eigenes Alpaka als Begleitperson an der Wanderung teilnehmen.

Bevor wir losgingen, erklärte uns Daniels Team, wie wir die Alpakas führen sollen (Mensch links, Tier rechts), wo sie gerne gestreichelt werden und wo nicht so gerne (am Kopf), und wie wir uns in verschiedenen möglichen Situationen verhalten sollen.

Wird zum Beispiel ein Tier unruhig und möchte weglaufen, soll man es laufen lassen. Sein Herdentrieb wird es zu seinen Genossen zurückkehren lassen.

Dieser Fall blieb an unserem Besuchstag Ende Juni 2020 zum Glück rein theoretisch. Während des etwa 90-minütigen Spaziergangs machten wir immer wieder Pausen, um die Alpakas grasen zu lassen, um Fotos mit ihnen zu machen oder sie zu streicheln.

Unsere Begleiterinnen achteten immer darauf, dass die Gruppe zusammenbleibt, sie hatten ein Auge auf Spaziergänger und Radfahrer und beantworteten alle unsere Fragen. Ganz nebenbei haben wir an diesem Nachmittag viel Interessantes gelernt.

Die Zeit an der frischen Luft, in der schönen Natur, mit den flauschigen, entspannten Begleitern war sehr entspannend und entschleunigend. Sie hat uns allen gut getan.

Es ist schon erstaunlich, welch witzige Grimassen die Tiere machen können. Unsere beiden Teenager haben jedenfalls viele sehr lustige Selfies mit den süßen Tieren gemacht.

Hier und da hörte man „Können wir nicht auch ein Alpaka haben?“ – Aber das ist eine andere Geschichte. 🙂

Zusammengefasst: Wissenswertes zum Alpaka-Trekking bei Daniels kleine Farm

  • Jede/r kann teilnehmen, auch Kinder. Sind sie jünger als sechs Jahre, dürfen sie das Tier noch nicht alleine führen.
  • Es ist auch möglich, als Begleitperson ohne eigenes Alpaka an der Wanderung teilzunehmen.
  • Hunde sind in der Gruppe nicht erlaubt.
  • Der Spaziergang dauert etwa 90 Minuten und führt auch über nicht so gut befestigte Wege. Also bequemes Schuhwerk tragen und wetterfeste Kleidung, die auch schmutzig werden darf.
  • In der Regel finden die Trekking-Touren samstags und sonntags statt. Es gibt aber auch ein Freitags-Feierabend-Trekking und das Alpaka-Date für zwei.
  • Da die Touren so beliebt sind, ist mit einer längeren Wartezeit zu rechnen. Wir wollten eigentlich im März wandern, daraus wurde dann aber Anfang Juni. Freie Termine werden auf Daniels Facebook-Seite bekannt gegeben.

Diese Anbieter von Alpaka-Touren im Ruhrgebiet habe ich gefunden:

 

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