Das bin ich (1)

Du möchtest mich ein bisschen besser kennenlernen? Okay! Ich gehe auf vielen anderen Blogs ja auch oft zuerst auf die Seite „Über mich“.

Hier erzähle ich dann also nach und nach ein wenig von mir. Die Reihenfolge ist zufällig und unwillkürlich, der Inhalt offen und ehrlich. Dies ist Teil 1 einer Reihe, die ich regelmäßig fortsetzen werde.

IMG_3651[1]

Ich bin ein „hybrider Verbraucher“.

Ist das nicht eine tolle Bezeichnung? H-Y-B-R-I-D-E-R  V-E-R-B-R-A-U-C-H-E-R. Einer meiner Lieblingsfachbegriffe aus der Vorlesung zum Konsumentenverhalten im Marketing-Studium. Gemeint ist damit per Definition, dass ich unterschiedliche Kaufmuster bei unterschiedlichen Warengruppen anwende. Konkret: Ich kaufe bei Aldi und mache Urlaub im Fünf-Sterne-Hotel. Das passt nicht zusammen? Das finde ich schon!

Ich bin nämlich ein echter Sparfuchs und feilsche gern. Wenn ich ein Schnäppchen machen kann, freue ich mich wie Bolle. Das Geld, was ich dabei spare, gebe ich dann umso lieber für wertigere Sachen aus. Zum Beispiel für einen schönen Urlaub. In den Ferien wollen wir uns schließlich nicht ärgern, ist doch die schönste Zeit des Jahres. Oft lässt sich das erkaufen (nicht immer, schon klar!). Ich trauere dann keinem Cent nach.

Total gefreut habe ich mich auch über eine Designer-Tasche zum 40. Geburtstag und über ein besonderes Armkettchen dieses Jahr zu Weihnachten. Artikel wie diese bleiben für mich etwas Besonderes, ich kaufe sie mir nicht mal eben so im Vorbeigehen. Aber mit beidem gehe ich natürlich auch zu Aldi – schließlich bin ich ein hybrider Verbraucher!

IMG_3647[1]

Ich bin eine Frostbeule.

Mir ist oft kalt. Eigentlich fast immer. Naja, außer im Sommer. Ob es an meinem niedrigen Blutdruck liegt? Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich meistens kalte Hände und Füße. Dicke Socken und Handschuhe gehören deshalb zu meiner Grundausstattung. Wenn hier alle im T-Shirt sitzen und anfangen zu schwitzen, trage ich mindestens noch eine Fleecejacke. Im Winter schlafe ich so gut wie nie ohne Wärmflasche oder Kirschkernkissen.

Wenn es ans Lüften geht, wird es kritisch. Für Frostbeulen wie mich wurde wahrscheinlich der Spruch „Es sind schon viele erfroren, aber es ist noch keiner erstunken“ erfunden.

So blöd das im Winter ja ist – im Sommer hat meine Niedertemperatur echte Vorteile: Ich schwitze nämlich gar nicht oder zumindest nicht so schnell. Auch beim Sport nicht. Schon häufiger wurde ich beim Zumba gefragt, ob mich das denn gar nicht anstrengen würde – ich würde ja gar nicht schwitzen…

Im Hochsommer Urlaub machen? Müssen wir ja mit einem schulpflichtigen Kind. Die Hitze ist natürlich nicht so prickelnd, aber ich halte das aus. Selbst in Dubai. Im Winter ist das mit der Temperaturanpassung schon schwieriger. Da ich aber sehr gern Ski fahre, muss ich die Kälte irgendwie in den Griff kriegen. Zum Glück ist die Kleidung besser geworden (Stichwort: windundurchlässig). Ich trage aber auch immer mehrere Schichten (Stichwort: Zwiebellook). So kann ich es dann aushalten.

IMG_3656[1]

Ich verstehe keine Bedienungsanleitungen.

Es ist peinlich, aber es ist wahr: Was in diesen Pamphleten steht, kapiere ich einfach nicht. Inzwischen versuche ich schon gar nicht mehr, Bedienungsanleitungen zu verstehen. Das funktioniert aber auch nur, weil mein Mann ein Technikgenie ist und immer alles zum Laufen kriegt. Wie verloren ich ohne ihn wäre…

Warum das so ist, kann ich echt nicht sagen. Blöd bin ich ja nicht. Ich kann Wege ohne Navi finden (früher bedeutete das: Karten lesen), steige durch die kompliziertesten Preisteile im Reiseprospekt durch (und finde noch die Sparpreise), kann verklausulierte Formulierungen entlarven und in verständliche Worte kleiden. Aber Bedienungsanleitungen und ich – das wird nix.

IMG_3646[1]

Ich werde oft „erkannt“.

Das nervt mich total und so langsam finde ich es echt sch…  Es kommt nämlich wirklich häufig vor – für mich viel zu häufig -, dass mich jemand Fremdes anstarrt und irgendwann zu mir sagt: „Sie kommen mir so bekannt vor.“ Oder: „Sie sehen jemandem total ähnlich.“ Keine Ahnung, woran das liegt. Habe ich so ein Allerweltsgesicht? Ich selbst habe nicht die geringste Idee, wem ich ähnlich sehen könnte.

Bei einem Begrüßungscocktail im Urlaub hat mal eine Reiseleiterin ständig zu mir geguckt. Immer wieder. Da habe ich zu meinem Mann gesagt: „Pass auf, sie sagt ES gleich.“ Und tatsächlich kam sie, nachdem sie alle Ausflüge und Sprechstunden vorgestellt hatte, auf mich zu und fragte: „Kennen wir uns? Waren Sie schon einmal mein Gast?“ Uaaaahhhhhhhhh!

IMG_3649[1]

Ich mag kein Silvester.

Jedes Jahr dasselbe: Schon Wochen im Voraus sind viele aufgeregt wegen Silvester. „Und was macht ihr?“ – „Nix.“ Meinetwegen könnte Silvester ausfallen. Warum muss man an diesem Tag etwas Besonderes machen? Überall ist es voll, teuer, und man muss auf den Punkt fröhlich sein. Nicht dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Ich bin kein Miesepeter und keine Spaßbremse. Überwiegend habe ich gute Laune. Aber nicht auf Knopfdruck.

An Silvester lasse ich immer das zu Ende gehende Jahr Revue passieren und denke darüber nach, was wohl im neuen Jahr passiert. Meistens machen wir es uns einfach mit ein paar leckeren Snacks zuhause gemütlich. Wir quatschen, spielen, gucken einen Film. Oft genug bin ich auch schon vor Mitternacht schlafen gegangen, wenn ich müde war. Ich muss mich doch nicht zum Wachbleiben zwingen und die Knallerei abwarten!?! Eine Rakete habe ich noch nicht abgeschossen. Inzwischen legt unsere Tochter Wert darauf, dann soll es so sein. Sie geht dann mit meinem Mann nach draußen und macht ein kleines Feuerwerk. Mehr Silvester brauche ich nicht.

 

Die anderen Beiträge dieser Reihe findest du …hier.

 

by

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *