Das bin ich (10): Fun Facts

Meine Rubrik “Das bin ich” mit kleinen Anekdoten über mich macht jetzt erst einmal Pause. Zum vorläufigen Abschluss gibt es dafür noch ein paar Fun Facts. Wenn du wissen möchtest, worüber andere und ich selbst in Bezug auf mich lachen können, dann lies einfach weiter. Vielleicht bin ich ja mit einer dieser Macken nicht allein? Falls das so ist: Bitte einen Kommentar schreiben, danke!

Smile_Mikrofon

Ich kann nicht singen, tue es aber trotzdem.

Leider bin ich nicht mit einer schönen Stimme gesegnet. Das wäre an sich ja nicht so schlimm, wenn ich nicht so gern singen würde. Und weil das so ist, trällere ich trotzdem: im Auto, beim Kochen und wenn die Musik so laut ist, dass meine schiefen Töne untergehen.

Besonders toll finde ich Karaoke. Auch da bin ich schmerzfrei. In Hongkong (wo alle megagut singen!) haben die Besucher einer Karaoke-Bar mit einer Mischung aus Entsetzen und Mitleid in meine Richtung gesehen, als ich das Mikro in der Hand hatte. Zugegebenermaßen war der erste Titel “La Isla Bonita” wirklich eine Nummer zu groß für mich – das habe ich aber erst beim Singen gemerkt. Trotzdem hielt es mich aber nicht davon ab, es mit “Lemon Tree” ein zweites Mal zu probieren. Das war dann nicht mehr ganz so schief.

Smile_Noten

Besonders textsicher bin ich bei deutschem Schlager.

Fast ohne die eingeblendeten Liedzeilen kann ich deutschen Schlager trällern. Da bin ich ziemlich textsicher. Nicht dass jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich bin keine Schlagertussi. Das ist nicht die Musik, die ich täglich höre. Aber zu gegebenem Anlass – Karneval, Party, Après-Ski – sind Dschingis Khan & Co. oft echte Stimmungsmacher, finde ich.

Mein Alltime Favorite: “Fiesta Mexicana” von Rex Gildo. Auch diesen Titel habe ich mal karaokemäßig zum Besten gegeben – im Urlaub, als mich (außer sehr guten Freunden) keiner kannte. Hat mir Spaß gemacht, und es hat auch keiner gebuht … das muss man sich ja auch erst mal trauen mit so einer Stimme!

Smile_Hammer

Ich hänge alles an Nägeln auf.

Am liebsten mag ich es unkompliziert. Schnelle und einfache Lösungen, sind mir die liebsten. Es sind nicht immer die besten, das weiß ich wohl.

Wenn es etwas aufzuhängen gibt, greife ich grundsätzlich zu Hammer und Nagel. Mein Mann kriegt dann regelmäßig die Krise: “Das willst du an einem Nagel aufhängen?!”, ruft er verzweifelt, wenn ich dabei bin, einen Spiegel oder ein großes Bild an die Wand zu bringen. Er holt dann kopfschüttelnd die Bohrmaschine und befestigt alles ganz fachmännisch mit Dübel und Schraube. Muss was dran sein an seinen Bedenken: Was er angebracht hat, ist noch nie runtergefallen!

Smile_Nase

Mein Naseputzen klingt elefantös.

Ich putze mir häufig die Nase – auch wenn ich keinen Schnupfen habe. Im Riechorgan mag ich einfach keine Verstopfungen. Wenn ich ins Taschentuch schnäuze, macht das immer ziemlich viel Geräusch und ist nicht besonders damenhaft. An Kommentare wie “Töröööö” und “Ja, wo ist er denn, der unsichtbare Elefant?” habe ich mich längst gewöhnt. Denn leider ist es nun mal so (ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen): Wenn ich es sanfter versuche, nützt es nix.

Dummerweise ertönt mein Tröten häufig zu Unzeiten. Morgens zum Beispiel, wenn ich unter der Dusche Wasser in die Nase bekomme und das wieder rauskriegen will. Mit all den Fliesen rundum hallt es auch noch besonders. Wenn andere schlafen wollen, kann das durchaus störend sein. Im Kino oder im Bus stößt es auch nicht immer auf Begeisterung. Nun denn: Ich habe mich gerade an diesen Orten oft genug über dummes und lautes Gequatsche geärgert. Und das dauert leider meistens länger als zwei oder drei Atemzüge …

Smile_Flugzeug

Ich wollte immer mal die Sicherheitsansagen einer Stewardess machen.

Bitte stelle dir folgende Situation vor: In einer kleinen Maschine läuft für die verpflichtende Sicherheitsunterweisung kein Film, sondern die Flugbegleiter erklären es live. Alle sind in ihre Zeitungen vertieft oder schließen die Augen. Nur eine guckt gespannt zu: nämlich ich!

Es gab eine Zeit, da bin ich beruflich viel auf innerdeutschen Strecken geflogen. Meistens mit kleineren Maschinen. Die typischen Ansagen konnte ich schon mitsprechen – auf deutsch und englisch. “Unsere Maschine ist mit vier Notausgängen ausgestattet … Leuchtstreifen am Boden weisen Ihnen den Weg … Please remain seated until the aircraft has reached its final parking position … On behalf of XYZ we would like to say goodbye to you now …”

Wenn ich dann zurück im Büro war (wo alle von meiner Begeisterung wussten), kam auch prompt die Aufforderung: “Komm, Anja, mach uns die Stewardess!” Das habe ich mir nie zweimal sagen lassen. Ein Kollege wollte mich sogar mal bei “Lass dich überraschen” anmelden [zur Erklärung: eine TV-Sendung, die mal in den 1990ern lief]. Hat er dann aber doch nicht gemacht – schade eigentlich! Also wenn das jetzt hier jemand liest und die Chance sieht, dass ich das auch mal in echt zeigen könnte … 🙂

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Macken? Egal! Jeder hat doch welche, oder? Keep smiling! Wenngleich ich hier nicht die schlimmsten verraten habe – 😉 – hoffe ich doch, dass du ein bisschen schmunzeln konntest. Vielleicht hast du dich ja in der einen oder anderen Situation wiedererkannt? Vielleicht magst du es mir erzählen.

Mit dieser zehnten Folge von “Das bin ich” habe ich jetzt zunächst einmal mein Pulver verschossen. So richtig weiß ich im Moment nicht mehr, was von mir ich in dieser Rubrik noch erzählen könnte. Gibt es etwas, das dich besonders interessiert? Über sachdienliche Hinweise freue ich mich.

Anstelle von “Das bin ich” schreibe ich in diesem Jahr über Selbstversuche. Zwei davon sind bereits erschienen. Ideen für weitere habe ich auch schon. Würde mich freuen, wenn auch diese Beiträge für dich interessant sind.

Hier sind die anderen Teile der Reihe “Das bin ich”:

Das bin ich (1)
Das bin ich (2)
Das bin ich (3)
Das bin ich (4)
Das bin ich (5)
Das bin ich (6)
Das bin ich (7)
Das bin ich (8)
Das bin ich (9)

Meine bisherigen Selbstversuche findest du hier:

Selbstversuch 1: Digital Detox
Selbstversuch 2: Recherchen vor Reisen

 

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