Das bin ich (3)

So kann es im Leben gehen: Ich mochte keine Katzen und wollte nie eine. Jetzt haben wir zwei. – Diese und andere Anekdoten über mich enthält dieser Beitrag. Unter dem Titel „Das bin ich“ erzähle ich nach und nach ein wenig von mir. Die Reihenfolge ist zufällig und unwillkürlich, der Inhalt offen und ehrlich. Dies ist Teil 3 einer Reihe, die ich regelmäßig fortsetzen werde.

Katze

Ich mochte keine Katzen. Jetzt haben wir zwei.

Es gibt Hundetypen und es gibt Katzentypen. Ich war immer ein Hundetyp. Katzen fand ich doof: Sie sind nicht so gesellig und machen eigentlich was sie wollen. Dass ich mal eine Katze haben würde, schien völlig ausgeschlossen. Bis 2012 Tabasko kam. Tabasko war der Kater des Arbeitskollegen meines Mannes. Wegen einer Kernsanierung zuhause brauchte das Tier ein Asyl. „Der Arme“, dachten wir, und boten ihm übergangsweise Kost und Logis. Die ersten Tage war Tabasko wie unsichtbar: Waren wir da, versteckte er sich. Aber irgendwie und schneller als vermutet gewöhnten wir uns aneinander: die Katze sich an uns und wir uns an die Katze. Aus dem „übergangsweise“ wurde ein „dauerhaft“.

Tabasko ist lieb und pflegeleicht. Er ist zwangsweise viel allein, wenn wir bei der Arbeit bzw. in der Schule sind. Trotzdem macht er hier nix kaputt. Aber er ist keine Schmusekatze: Wenn die Jüngste im Haus mit ihm kuscheln oder spielen möchte, dreht er sich oft genug einfach um und geht weg. Der Ruf nach einer zweiten Katze wurde immer lauter, und irgendwann war ich überstimmt.

Seit Sommer 2016 haben wir auch noch Pepper, einen pechschwarzen Kater aus dem Tierheim. Pepper ist das Gegenteil von Tabasko: Er ist wild und lässt sich gleichzeitig beschmusen. Seitdem er Freigänger ist, kratzt er hier auch nix mehr an. Die beiden Stubentiger halten uns ganz schön auf Trab, aber sie bringen uns auch oft zum Lachen. Schön ist das.

Basteln

Ich bastele nicht gern.

„Und nächste Woche basteln wir die Laternen.“ Das war für mich immer der Horrorsatz. Basteln? Uaaaahhhh! Mag ich nicht und kann ich nicht (das hängt bestimmt zusammen). Egal welche Form und Technik wir Mütter gebastelt haben – mein Kind hatte meistens die schiefste oder verblödschteste Laterne zu St. Martin. Und den unförmigsten Osterhasen. Und den ungleichmäßigsten Weihnachtsbaum.

Ich bewundere die vielen DIY-ler/innen, deren Fotos ich bei Instagram gelegentlich sehe. Was für tolle Ideen! Und oft gibt es dazu sogar die Anleitungen. Oder Tutorials bei YouTube. Schön finde ich das schon, aber ich kann und möchte es nicht nachmachen. Ist eben nicht mein Ding.

Alli

Ich mag Alliterationen.

Wortspiele finde ich toll, kreative Sprache und Wortschöpfungen auch. Aber am allerliebsten mag ich Alliterationen. „Zeche Zollverein“ zum Beispiel oder „Incredible India“. Lese ich eine Alliteration, kriege ich richtig gute Laune. Irre, was?! Meine Lieblingsalliteration kommt natürlich aus dem Ruhrgebiet. Für das neue thyssenkrupp-Quartier wurden auch neue Straßen geschaffen. Eine der Hauptstraßen ist nach einer für das Unternehmen bedeutenden Persönlichkeit benannt: Berthold-Beitz-Boulevard. Großartig getextet, gelle?!

Gedächtnis

Ich kann mir gut Namen und Gesichter merken, aber keine Zahlen.

Kennst du das? Da siehst oder triffst du jemanden und weißt nicht woher. Mir passiert das relativ selten – das Nicht-woher-wissen, meine ich. Ich kann mir nämlich ganz gut Namen und Gesichter merken. Es ist jetzt nicht so, dass sie immer wie aus der Pistole geschossen kommen. Aber ich krame dann ein bisschen in den Schubladen meines Gehirns, und dann fällt es mir meistens ein. Eine Eigenschaft, die auch einige meiner Chefs zu schätzen wussten bzw. wissen. Wenn ihnen der Namen fehlte, wusste ich oft Bescheid.

Anders ist es leider mit Zahlen. Da bin ich wesentlich vergesslicher. Telefonnummern? Geht gar nicht! Gut, heutzutage merkt sich ja das Telefon (fast) alles, da muss man kaum noch mitdenken. Schwierig ist es auch mit PIN. Noch heute werde ich regelmäßig nervös, wenn die die vier Nummern eingeben muss (auch wenn sie sich seit Jahren nicht geändert haben): Ob das jetzt richtig war?

Anders ist es bei Geburtstagen. Die kann ich mir merken, warum auch immer. Meine erste PIN war 2505 – ich weiß es noch wie heute. Und wie habe ich mir die gemerkt? Ich habe einfach einen Geburtstag draus gemacht: 25. Mai.

SciFi

Ich mag kein Science Fiction.

Thriller find ich toll, Liebesgeschichten auch und Komödien sowieso. Aber Science Fiction interessiert mich überhaupt nicht. Das betrifft Bücher und Filme gleichermaßen. Ein SciFi-Buch habe ich, glaube ich, noch nie gelesen. Außer vielleicht in der Schule, wenn es auf dem Lehrplan stand. Dann ist aber wohl nix hängen geblieben.

Dass ich kein Science Fiction mag, ist vor allem für meinen Mann blöd. Er findet das nämlich total gut und zeigt mir regelmäßig mit großer Begeisterung Trailer von Blockbustern, die er unbedingt sehen möchte. Ich gucke dann immer total verstrahlt – dann weiß er schon, dass aus dem gemeinsamen Science-Fiction-Abenteuer nix wird. Es tut mir ja auch irgendwie leid, aber es macht einfach keinen Sinn.

Ich erinnere mich noch gut an den Sommer 1999, als wir gemeinsam den ersten Teil von „Matrix“ im Kino gesehen haben. Schon nach den ersten Minuten war ich gedanklich ausgestiegen, weil ich einfach nicht nachvollziehen konnte, worum es da geht. Es war ungefähr zwei Wochen vor unserem Sommerurlaub, deswegen habe ich mir dann rund 90 Minuten im Dunklen überlegt, was wir alles einpacken müssen. Doof!

 

Die anderen Teile dieser Reihe findest du …hier.

 

 

 

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