Das bin ich (4)

Ist dieser Anblick nicht herrlich?! Freie Sonnenliegen. Keiner hat sie reserviert, um sie dann doch nicht oder kaum zu benutzten. Das ist eine absolute Unsitte, über die ich mich viel zu lange geärgert habe. Darum und um vier andere Anekdoten geht es im vierten Teil von „Das bin ich“. Wer ein bisschen mehr über mich erfahren möchte, dem verrate ich in dieser Rubrik regelmäßig, wie ich so denke, was ich mag und was nicht.

Reservieren

Wenn ich nur daran denke, kriege ich schon Puls! Da geht man morgens im Hotel zum Frühstück und sieht, dass schon auf fast allen Sonnenliegen Handtücher ausgebreitet sind – bevorzugt natürlich direkt am Pool und an den Stellen mit der schönsten Aussicht. Von den dazugehörigen Besitzern gibt es aber weit und breit keine Spur. Und oft genug tauchen sie den ganzen Vormittag nicht auf. Wagt man es, sich für einen kurzen Moment auf eine dieser Liegen zu setzen, schreit meistens jemand: „Die gehört mir!“

Jahrelang habe ich mich darüber geärgert und oft genug habe ich es auch auf eine Diskussion ankommen lassen. Aber diese Menschen sind einfach unbelehrbar. Und die Hotels sind leider viel zu wenig konsequent: Dass sie diese Unsitte unterbinden, habe ich bislang nicht erlebt. Irgendwann habe ich aufgehört, mich über das Liegenreservieren aufzuregen. Nützt ja nix. Wir entscheiden uns inzwischen für Hotels, bei denen man davon ausgehen kann, dass ausreichend Sonnenliegen vorhanden sind. Und mein Puls: ist wieder okay.

Rauchen

Die meisten Jugendlichen kommen als Teenager in der Schule oder in der Clique mit dem Thema Rauchen in Kontakt. In diesem Alter ist es doch „cool“ zu rauchen. Fast jeder probiert dann auch mal ein paar Züge, wenigstens um mitreden zu können.

Irgendwie hat dieses Bedürfnis einen großen Bogen um mich gemacht. Ich habe noch nie geraucht und es nicht einmal probiert. Das Verlangen war einfach nie da und der Druck von außen zum Glück auch nicht. Ehrlich gesagt: Ich vermisse das überhaupt nicht. So richtig verstehen kann ich nicht, warum Leute rauchen: Es ist teuer, ungesund und alles qualmt ein.

Als ich früher regelmäßig in Kneipen und Discos gegangen bin, konnte ich mich einschließlich aller Klamotten am nächsten Tag grundreinigen. Wie fies ist das bitte, wenn man unter der Dusche steht, das Wasser über die Haare läuft und dieser Geruch abgestandenen Rauches an der Nase vorbeizieht?! Vielen Dank, Nichtraucherschutzgesetz!

Steak

Dass ich kochen und backen kann, darf ich sicher von mir behaupten. Ich bevorzuge zwar überwiegend schnelle und unkomplizierte Rezepte, aber im Alltag muss und kann es ja auch nicht immer das exotische Mehrgangmenü sein. Vieles bereite ich intuitiv und weitgehend ohne Kochbuch zu. Beim Backen nehme ich es da schon genauer. Schließlich wiederholte schon Alfred Biolek in meiner früheren Lieblingssendung „alfredissimo“ gebetsmühlenartig: „Beim Backen kommt es auf jedes Gramm an.“

Eine Sache gelingt mir leider nicht: das perfekte Steak. Für große Fleischstücke – angefangen vom Steak bis hin zum Schweinebraten – habe ich einfach nicht das richtige Händchen. Das überlasse ich dann meinem liebsten Pfannologen, der das hervorragend macht, dafür aber bei der Soße wieder an mich übergibt. Wir ergänzen uns also hervorragend – auch in der Küche!

Papier

Ein Frühstück ohne Zeitung? Einen Text schreiben, ohne ihn dann noch einmal auf Papier gegenzulesen? Den Wochenendeinkauf im Tablet speichern und aufs Handy schicken statt einen Einkaufszettel zu schreiben? Mir fällt das schwer. Ich bin „Generation analog“ und brauche Papier. Darauf lese ich lieber, und ich mag das Rascheln in den Händen.

Natürlich habe ich ein Smartphone, und ich finde es sehr praktisch, überall und jederzeit alle möglichen Dinge damit tun zu können. Auch habe ich ein E-Book, damit die Bücher im Koffer nicht zu viel Platz wegnehmen und ihn nicht zu schwer machen. Aber die Lektüre der guten alten Zeitung und eines echten Buches ersetzt das alles nicht, finde ich.

Kurven

Eine Raserin bin ich nicht, aber ich fahre gern zügig. Am liebsten mag ich Kurven – egal ob beim Auto- oder beim Skifahren. Wie schön das ist, im Schnee sanfte Schwünge zu ziehen! Mit Carving-Ski, der entsprechenden Technik und dem richtigen Schwung ist es ja sogar möglich, im großen Bogen den Berg hoch im Kreis zu fahren. Herrlich!

Hier zu Hause auf meinen üblichen Wegen habe ich so meine Lieblingskurven. Die kenne ich und die reize ich (kontrolliert) aus. Ich amüsiere mich immer, wenn meine Beifahrer dann nervös werden, sich an den zur Verfügung stehenden Griffen festkrallen und „Achtung!“ rufen. Dabei passiert doch gar nix – ich bin noch in keiner Kurve umgekippt.

 

Hier sind die anderen Teile dieser Reihe:

Das bin ich (1)
Das bin ich (2)
Das bin ich (3)
Das bin ich (5)
Das bin ich (6)
Das bin ich (7)

 

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