Das bin ich (6)

Lust auf eine neue Folge aus der Reihe „Das bin ich“? Darin erzähle ich regelmäßig kurze Geschichten über mich, die helfen sollen, die Autorin dieses Blogs ein bisschen besser kennen zu lernen. In Folge 6 geht es um meinen nicht vorhandenen grünen Daumen, um meine Vorlieben für bodenständiges Essen (meistens), meine Abhängigkeit von Octyldodecanol, mein liebstes Schreibutensil und meine doppelte Sehschwäche. Alles klar? Wenn nicht, dann bitte einfach weiterlesen!

IMG_1611

Ich mag Blumen, habe aber leider keinen grünen Daumen. 

Jeden Freitag kaufe ich auf dem Wochenmarkt frische Blumen fürs Wohnzimmer. Auch in unserem kleinen Garten pflanze ich gern Farbtupfer. Mir machen Blumen viel Freude, und ich finde, sie gehören zur Deko unbedingt dazu.

Mein Problem ist allerdings der fehlende grüne Daumen. So sehr ich Pflanzen mag – ich kenne mich nicht besonders gut damit aus. Deshalb geht bei mir wahrscheinlich auch ziemlich viel ein, was eigentlich nicht eingehen müsste. Ich weiß, dass man den Standort berücksichtigen muss und den Boden. Dass gedüngt und gewässert werden muss. Dass zur rechten Zeit und an der richtigen Stelle zurückgeschnitten werden muss. – Theoretisch weiß ich das. In der Praxis klappt es aber leider nicht immer.

Egal: Inzwischen haben wir ein sehr pflegeleichtes und trotzdem schönes Gärtchen. Und den wöchentlichen Blumenkauf auf dem Markt lasse ich mir auch nicht nehmen.

IMG_1622

Ich mag bodenständiges Essen.

Mein Lieblingsgetränk im Alltag ist stilles Wasser. Davon trinke ich ziemlich viel. Dazu im Büro Tee und Kaffee sowie am Abend gelegentlich ein Glas Wein. Wenn wir „ausgehen“, bestelle ich am liebsten Aperol Spritz. Klassische Erfrischungsgetränke mag ich eigentlich gar nicht – zu süß.

Beim Essen verhält es sich ähnlich simpel. In der Woche bin ich normalerweise durch die Kantine versorgt, und da gibt es überwiegend gutbürgerliche Küche ohne Schnickschnack. Ich mag das. Was ich auch total gern esse: Brot. Einfach Brot. Mein absoluter Favorit: frisches französisches Baguette! Aber auch das gute deutsche Brot: Vor allem nach Urlauben im Ausland freue ich mich so richtig auf eine Scheibe mit nichts als ein bisschen Butter drauf. Lecker!

Natürlich gehe ich auch gern gemütlich essen. Es muss dann aber nicht immer „Gefüllte Erbse am Safranfaden“ sein. Es ist zwar ganz schick, in einem feinen Restaurant zu dinieren und Speisen zu probieren, die besonders sind und deshalb auch zurecht etwas mehr kosten. Das Schöne daran ist ja auch, finde ich, dass der Tisch geschmackvoll gedeckt ist, das Ambiente schön ist und alles außergewöhnlich gut schmeckt. Restaurantbesuche dieser Art sind in meinem Alltag aber Ausnahmen.

IMG_1616

Ich bin abhängig von Lippenpflegestiften.

Seitdem ich denken kann, benutze ich Lippenpflegestifte. Genauer gesagt: Ich muss sie benutzen. Vergessen kann ich es gar nicht – meine brennenden Lippen signalisieren sofortigen Schmierbedarf. Zum Glück muss ich nicht stündlich zu Stift oder Tube greifen. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Aber ohne geht auch nicht. Ich habe es mal versucht, aber es hat nicht geklappt.

Falls das hier jemand liest und einen Ausweg kennt: Bitte verraten!

IMG_1625

Ich schreibe am liebsten mit dem Bleistift.

Es gibt Fineliner, Füller, Kugelschreiber – ich aber schreibe am liebsten mit dem Bleistift. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Vielleicht, weil man ihn ausradieren kann? Durchgestrichen sieht hässlich aus, finde ich.

Mit dem Bleistift mache ich meine Einträge in den Kalender (ja, ich habe noch ein analoges Exemplar), schreibe Notizen auf, male Skribbles damit. Deswegen hat mein früherer Kollege häufiger mit mit geschimpft. Meinen Bleistiftentwurf hatte er sich auf ein transparentes Klemmbrett neben seinem Monitor gesteckt und konnte nix mehr erkennen, weil das Gegenlicht stärker war als die Schrift in Graphit. „Nimm doch einfach einen Kuli“, ermahnte er mich mehrfach. Doch meine Hand greift nach wie vor zum Bleistift.

IMG_1614

Ich brauche verschiedene Sehhilfen.

Dass ich kurzsichtig bin, fiel beim Sehtest für den Führerschein auf. „Bitte sagen Sie, auf welcher Seite im Kreis die Öffnung ist“, forderte mich die Augenoptikerin auf. „Welche Öffnung?“, war ich ratlos. Durchgefallen! Zum Glück nur durch den Sehtest …

Seitdem trage ich eine Brille. Mit Anfang zwanzig bin ich auf Kontaktlinsen umgestiegen. Die Eitelkeit war dafür nicht der Grund: Sie korrigieren meine Hornhautverkrümmung einfach besser. Kontaktlinsen sind Fluch und Segen gleichermaßen. Sie beschlagen und verschmutzen nicht, man kann damit jede Sonnenbrille tragen, besser schwimmen und tauchen. Aber wenn sie verrutschen, der Wind Staub oder Pollen reinpustet – dann kann es zum Horror werden. Ich weiche deshalb immer öfter auf die Brille aus.

Inzwischen, mit Mitte vierzig, bin ich offenbar langsam auch altersweitsichtig. Das ist eine ziemlich blöde Kombination. Wenn ich die Brille trage, geht es noch: Ich hebe sie einfach hoch und gucke unten durch, wenn ich etwas nicht lesen kann. Habe ich die Kontaktlinsen eingesetzt, wird es schon deutlich schwieriger. Dann wird der Arm länger und länger (worüber sich vor allem der Nachwuchs lustig macht). Oder ich setze eine Billig-Lesebrille auf – dann habe ich wieder den Durchblick. Ich hoffe ja, dass sich irgendwann Kurz- und Altersweitsichtigkeit ausgleichen und ich damit mein Sehproblem los bin. Mal gucken…

 

Hier sind die anderen Teile dieser Reihe:

Das bin ich (1)
Das bin ich (2)
Das bin ich (3)
Das bin ich (4)
Das bin ich (5)
Das bin ich (7)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *