Das bin ich (7)

In dieser Rubrik erzähle ich regelmäßig von meinen Macken und mir. So lernst du mich etwas besser kennen, wenn du möchtest. Dieses Mal geht es unter anderem darum, wie ich im zweiten Anlauf zum Yoga kam. Außerdem kläre ich auf, was es mit meiner Höhenangst auf sich hat und ob ich eher der frühe Vogel oder ein Langschläfer bin.

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Ich mache regelmäßig Yoga.

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied in einem Fitnessstudio. Statt an Geräten zu trainieren, nehme ich lieber an den Kursen teil. Die meisten habe ich ausprobiert. Auch Yoga. Das fand ich so furchtbar, dass ich am liebsten nach zehn Minuten wieder gegangen wäre. Nach einer quälend langen Stunde war Yoga für mich abgehakt.

Letztes Jahr, bei einem Tagesbesuch im Tannenhäuschen, empfahl mir der Physiotherapeut Yoga gegen meine Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. „Das macht mir keinen Spaß“, sagte ich. Worauf er entgegnete: „Dann haben sich nicht den richtigen Yoga-Lehrer.“ Darüber habe ich oft nachgedacht. Bei einer anderen Dozentin gab ich dem Yoga deshalb eine zweite Chance. Und siehe da: Der weise Mann hatte Recht!

Nun mache ich wann immer es geht am Freitag Yoga bei Silke. Hier biege ich meine Glieder, komme zur Ruhe, atme den Stress der Arbeitswoche weg und bin danach wirklich extrem entspannt. Namaste!

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Ich habe Höhenangst.

Das mit meiner Höhenangst ist so eine Sache. Früher konnte es nicht hoch und wild genug sein – was ich alles gemacht habe!? Vielleicht ist bei mir während der Schwangerschaft irgendein Schalter umgelegt worden: Seitdem habe ich nämlich einen Mordsrespekt vor Höhe. Allerdings nur vor „luftiger Höhe“. Zum Verständnis: Wenn ich in 400 Metern hinter einer geschlossenen Glasscheibe vom Burj Khalifa nach unten gucke, habe ich überhaupt kein Problem. Stehe ich aber auf dem nur mit einem Geländer gesicherten Gitterrost auf der Haldenskulptur Tetraeder in etwa 20 Metern Höhe (siehe Foto), dann kriege ich weiche Beine.

In einer Gondel auf den Gletscher? Kein Problem. Im offenen Riesenrad fahren? Geht nicht. Es könnte mich und meine Lieben ja ganz theoretisch ein plötzlicher Orkan erfassen und rausschleudern. Ich weiß, das ist völlig unrealistisch. Aber so verworren denke ich, wenn ich davor stehe und mitfahren soll.

Einen ersten kleinen Erfolg in Sachen Höhenangst-Bewältigung kann ich aber schon vermelden: Im Kalkarer Freizeitpark bin ich neulich mit einem ziemlich luftigen Karussell gefahren, in dessen Nähe ich mich vor einem Jahr erst gar nicht begeben hätte. Es scheint noch Hoffnung zu geben.

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Ich kenne mich mit Fußball aus.

Im Alter von zehn oder zwölf Jahren war ich ein richtiger Fußballfan. Ich kannte mich ziemlich gut aus, hatte Stickeralben und war im Sportunterricht das erste Mädchen, das die Jungs in ihr Fußballteam wählten. Meine Schüsse waren echt nicht von schlechten Eltern. Im Verein habe ich aber nie gespielt. Irgendwann ließ das Interesse dann auch nach. Das Grundwissen von damals ist aber nicht ganz verschwunden. Es spielen zwar nicht mehr Rummenigge und Breitner, aber die wichtigsten Akteure der Erstligisten kenne ich auch heute. Ich verstehe die Regeln und kann Abseits erklären. Die Bundesliga interessiert mich nicht, aber größere Turniere wie Champions League, EM und WM verfolge ich durchaus interessiert. Wer lässt sich schon Ronaldo entgehen?!

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Ich bin ein Frühaufsteher.

Das frühe Aufstehen fällt mir nicht besonders schwer. Ein Morgenmuffel bin ich auch nicht. Was ich nicht mag, das ist Hektik, schon gar nicht zu Beginn des Tages. Ich stelle mir deshalb den Wecker lieber etwas zu früh, als dass ich hetzen muss. Bevor ich das Haus verlasse, habe ich gefrühstückt, einen Blick in die Tageszeitung geworfen und schon ein bisschen für Ordnung gesorgt, damit mich nachmittags nicht das Chaos empfängt. Inzwischen plane ich auch ein paar Minuten ein, um meine Instagram-Timeline durchzusehen und ein Bild zu posten. Manchmal bin ich auf dem Weg zur Arbeit selbst überrascht, was ich zuhause schon alles geschafft habe. Der frühe Vogel … du weißt schon.

Der Nachteil vom morgendlichen Aktionismus: Ich bin abends früh müde. Leider deckt sich mein Biorhythmus nicht mit denen meiner zwei liebsten Mitmenschen. Mann und Kind sind Langschläfer und Nachteulen. In der Woche fällt das nicht so auf, aber am Wochenende und im Urlaub schon. Wenn sie noch in den Hotelbetten kuscheln, bin ich schon geschwommen, habe einen Morgenspaziergang gemacht oder drei Kapitel gelesen. Aber wir nähern uns an, ich bin ja lernfähig: Immer öfter schlafe ich jetzt auch länger!

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Ich trinke lieber Wein als Bier.

An einigen Stellen habe ich hier aufm Blog ja schon erzählt, dass ich gern Wein trinke. Rotwein mag ich lieber als Weißwein. Meistens passt Wein besser zum Essen, finde ich, und gemütlicher ist es mit einem Glas Wein auch. Als Durstlöscher trinke ich dazu Wasser. Weinschorle geht für mich nämlich gar nicht – Bier verdünnt man schließlich auch nicht mit Mineralwasser! Ich hoffe, dass ich jetzt damit keinem Weinschorle-Liebhaber zu nahe trete …

Es gibt aber auch Gelegenheiten, bei denen ich ein Bier bevorzuge: beim Grillen zum Beispiel, wenn es sehr warm ist oder wenn alle anderen auch Gerstensaft trinken. Alkoholfreies Weizenbier mag ich, Radler oder seit unserem Urlaub in Holland auch aromatisiertes Bier. Na dann: Prost!

 

Hier sind die anderen Teile dieser Reihe:

Das bin ich (1)
Das bin ich (2)
Das bin ich (3)
Das bin ich (4)
Das bin ich (5)
Das bin ich (6)

 

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