Das bin ich (8)

Bald ist Urlaubszeit und deshalb dreht sich in der achten Folge von „Das bin ich“ alles ums Reisen. Das Aufmacherbild verrät ja schon, dass ich lieber ans Meer fahre als in die Berge. Wenn du mich hier auf dem Blog schon öfter besucht hast, weißt du, dass ich gern Abwechslung habe – auch im Urlaub. Was sonst noch typisch für mich ist, wenn es ums Verreisen geht, das beschreibe ich in diesem Beitrag.

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Ich mache lieber Urlaub am Meer als in den Bergen.

Es heißt ja immer es gebe Meertypen und Bergetypen. Wenn das so ist, dann bin ich eindeutig ein Meertyp. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mal ein Jahr keinen Urlaub am Meer gemacht habe. Mindestens einmal in zwölf Monaten muss ich das Rauschen der Wellen und die frische Brise genossen haben. Zum Glück ist es vom Ruhrgebiet aus nicht so weit zum Meer: bis zur Nordsee ungefähr drei Stunden Autofahrt. Man kann sogar ohne allzu großen Stress früh morgens hin- und spät abends wieder zurückfahren. Ich habe das bloß noch nie gemacht – kommt auf die „Bucket List“!

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Ich fahre nicht gern lange Strecken mit dem Auto.

„Wann sind wir da?“ – diese Frage hat wohl jedes Kind schon einmal gestellt. Ich auch. Lange Autofahrten mag ich nämlich nicht. Zur Erklärung: Eine Strecke ist für mich schon lang, wenn sie länger als drei bis vier Stunden dauert. Das ist nicht viel, ich weiß. So mancher hat sich da gerade mal eingefahren auf dem Weg nach Spanien oder in die Toskana. Diese Reiseziele scheiden für mich deshalb kategorisch aus – es sei denn, ich fliege hin.

Fünf Stunden im Auto gehen nicht, sechs Stunden im Flieger sind dagegen kein Problem. Warum das so ist? Weil ich Autobahnen und Stau soooo laaaaangweilig und nervig finde. Im Flugzeug kann man lesen, Musik hören, Filme gucken, hin- und hergehen (auch wenn’s nur eine kurze Strecke ist), dösen, vielleicht sogar schlafen.

Und trotzdem plane ich auf jeden Fall einen weiteren Roadtrip. Vor vielen Jahren haben wir zweimal eine Auto-Rundreise durch den Westen der USA gemacht. Das ist natürlich was anderes – hier ändert sich die Landschaft ja regelmäßig und Staus gibt es auch nicht. Beim Roadtrip gehört das Fahren zum Erlebnis, und das möchte ich gern noch einmal ausprobieren. Mal sehen, wann und wo es mich nochmal auf die Straße zieht.

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Ich finde essen à la carte gemütlicher als ein Büffet.

Wenn das Essen gut ist, dann ist normalerweise auch der Urlaub gut. Ich esse gern. Und meistens kann ich mich auf Reisen an den gedeckten Tisch setzen – das finde ich immer besonders schön! Normalerweise bieten die Hotels Büffets an. Die Auswahl ist oft sehr groß und bietet für jeden Geschmack etwas. Man kann von allem probieren, und wenn es dann doch nicht schmeckt, dann nimmt man sich eben etwas anderes.

Trotzdem esse ich lieber à la carte. Warum? Weil dann alle beisammen sitzen und nicht ständig jemand aufsteht und weg ist. So ist das nämlich bei uns beim Essen vom Büffet: Irgendeiner ist immer unterwegs. Das finde ich ziemlich ungemütlich. Außerdem ist ein serviertes Gericht meistens schöner angerichtet als wenn man es sich am Büffet selbst auf dem Teller drapiert. Und das Auge isst ja schließlich mit.

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Ich möchte auch im Urlaub Abwechslung haben.

Zwei Wochen nur am Strand liegen? Zwei Wochen nur auf Tour sein? Beides entspricht nicht meiner Idealvorstellung von Urlaub. Eine gelungene Reise ist für mich der Mix aus Entspannung und Erlebnis. Deswegen verbringe ich die schönsten Wochen des Jahres gern in größeren Orten am Meer, so wie in den Osterferien im holländischen Scheveningen. Hier versprach schon der Reiseführer Städte, Kirchen, Museen, Strände und anderes mehr. Bei einer solchen Vielfalt kann ich täglich entscheiden, ob ich lieber faulenzen oder unterwegs sein möchte. Einsame Dörfer, die weit ab von allem liegen, sind für eine Besichtigung für mich zwar durchaus reizvoll, als Urlaubsquartier aber also nicht der richtige Urlaubsort.

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Ich freue mich, wenn ich an Orten bin, die nicht so überfüllt sind. 

Momentan können wir nur in den Schulferien verreisen. Im Sommer hat das drei wesentliche Nachteile: Es ist teuer, heiß und voll. Das macht die Suche nach einem geeigneten Reiseziel nicht gerade leicht. Auch wenn sie noch so schön sind: Destinationen, die im Sommer überfüllt sind, scheiden für mich kategorisch aus. Wenn ich auf Bildern die Menschen am Strand liegen sehe wie die Sardinen in der Dose, habe ich schon keine Lust mehr. Wenn ich mich am Pool oder Strand um eine Liege streiten muss, bekomme ich schlechte Laune. Sieht es dagegen so aus wie oben auf dem Foto, bin ich entspannt und zufrieden.

Natürlich weiß ich, dass das in den Sommerferien schwierig ist. Aber zuletzt ist es immer irgendwie gelungen, einen Urlaubsort zu finden, der nicht so überfüllt war. Ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Jahren ein glückliches Händchen dafür habe. Urlaub ist schließlich für uns immer auch die Zeit, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen. Und irgendwann kommt ja auch wieder die Zeit, die uns nicht mehr an die Ferien bindet. Meine Lieblingsurlaubsmonate Juni und September kriegen dann ihre zweite Chance!

 

Hier sind die anderen Teile dieser Reihe:

Das bin ich (1)
Das bin ich (2)
Das bin ich (3)
Das bin ich (4)
Das bin ich (5)
Das bin ich (6)
Das bin ich (7)

 

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