Selbstversuch (1): Digital Detox

Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Ich habe noch nie gefastet, weil ich einfach zu gerne esse und nur schwer für einen so langen Zeitraum auf Leckeres verzichten könnte. Doch eines will ich jetzt erstmals probieren: digitales Fasten. In einem Selbstversuch werde ich für einige Tage mein Smartphone nur für das Allernötigste zur Hand nehmen. Mehr nicht. Los geht’s!

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Die Idee zu „Digital Detox“ hatte ich schon häufiger, weil ich regelmäßig mit dem vielen Online-Sein hadere. Einerseits macht es mir Spaß und es ist natürlich auch sehr interessant, andererseits klaut es dem Analogen, das ich mindestens genauso wichtig finde, sehr viel Zeit. Die offizielle Fastenzeit ist für mich nun der Anlass, den Selbsttest zu starten.

Ich halte es allerdings für unrealistisch, die kompletten 40 Tage bis Ostern digital zu fasten. Für den Anfang ist eine Woche sicher ein guter Zeitraum, glaube ich. Also werde ich ab Aschermittwoch, 14. Februar, 0.00 Uhr, bis zum 20. Februar, 24.00 Uhr keinen Blick auf Blogs, Instagram-Accounts und Webseiten werfen. Dienstliche Aufgaben sind ausgeschlossen, aber die werden sich in dieser Zeit (hoffentlich) in Grenzen halten.

Um nicht vollkommen abgeschnitten zu sein von Familie, Freunden und Bekannten, mit denen die Kommunikation unter der Woche größtenteils über WhatsApp läuft, schaue ich hier einmal täglich nach. Das muss reichen.

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Für diesen Beitrag habe ich natürlich auch einmal nach Digital Detox gegoogelt. Dass der Begriff inzwischen durchaus gängig ist, war mir klar. Aber dass es zu diesem Thema Seminare und Kurlaube gibt, das hat mich doch ein bisschen überrascht.

Offenbar wollen viele wieder häufiger analog sein, wieder von Angesicht zu Angesicht mit Menschen reden, statt ihnen eine Nachricht zu schreiben oder mit ihnen zu chatten. Ich kann das total gut verstehen. Ehrlich gesagt finde ich es traurig zu sehen, wie viel Aufmerksamkeit wir diesem Gerät schenken. Häufig achte ich bewusst darauf: Alle glotzen (fast) nur aufs Display, auch wenn sie in Gesellschaft sind.

Digital Detox soll eine bewusste Auszeit vom Smartphone und der Möglichkeit des 24/7/365-Onlineseins sein. Ziel: entschleunigen, achtsamer sein, die eigene Umwelt (wieder) wahrnehmen. Angeblich verbessert sich dadurch auch der Schlaf. Damit habe ich – zum Glück! – zwar keine Probleme, aber ich lasse mich trotzdem überraschen.

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Detox-Tee trinke ich regelmäßig. Mit meinem Selbstversuch „entgifte“ ich mich dann nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Kopf. Das ist zumindest der Plan. Ich bin sehr gespannt, ob ich Entzugserscheinungen bekomme und ob es mir schwerfällt, auf Instagram & Co. zu verzichten.

Aufm Blog ist deshalb für eine Weile Sendepause. Wir treffen uns an dieser Stelle wahrscheinlich Ende Februar wieder. Über meine Erfahrungen werde ich hier natürlich berichten. Bis dahin: frohes Fasten!

 

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