Dubai: Ab in die Wüste

Die meisten Dubai-Reisenden verbringen ihre Zeit ausschließlich in der Stadt. Schade eigentlich. Die Wüste ist so nah und so spannend. Wir Europäer kennen Wüsten als Landschaft ja nicht – allenfalls von Fotos oder aus dem Fernsehen. Für uns stand deshalb fest, dass wir auf jeden Fall auch die Wüste kennen lernen wollen.

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Als wir 2013 in den VAE waren, haben wir drei Nächte in der Wüste gewohnt: im Bab al Shams Desert Resort & Spa. Die Fahrt dorthin dauerte von Abu Dhabi aus etwas mehr als eine Stunde (ca. 80 km). Zu sehen gab es weitestgehend: Asphalt und Sand. Wie aus dem Nichts fuhren wir irgendwann eine üppig bepflanzte Hotelauffahrt entlang und kamen in diesem schönen Resort an, das einem Fort aus vergangenen Zeiten nachempfunden ist.

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Das Hotel fügt sich harmonisch in die Wüstenumgebung ein. Rundherum ist Sand. Vom wunderschönen Pool aus blickt man direkt in die Wüste. Nur ein paar Schritte von der Sonnenliege entfernt warten am Nachmittag die Kamele und Falken auf interessierte Gäste. Auch und gerade für die Kinder ist das jeden Tag aufs Neue spannend. Die Eltern können derweil in Sitzsäcken chillen und bei einem Cocktail den Sonnenuntergang in der Wüste genießen.

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Eines muss man natürlich wissen: In der Wüste ist nicht viel los. Ein Aufenthalt in den Wüstenresorts sollte deshalb gut überlegt sein. Wer jeden Tag Action und Abwechslung möchte, der sollte vielleicht besser in den Stadt bleiben oder über Hotelhopping nachdenken. Uns hat es für drei erholsame Tagen abseits des Großstadttrubels sehr gut gefallen. Ich möchte die Erfahrung – die Weite, die Ruhe, die Entspannung, die Natur – nicht missen.

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Wenn es geht, sind wir lieber abseits von Touristengruppen unterwegs. Das geht aber eben nicht immer. Beispiel Wüstensafari: Da kannste nicht mal eben selbst mit’m Geländewagen durch die Dünen preschen. Dafür braucht man Können und das richtige Fahrzeug. Wir haben 2016 deshalb an einer organisierten Wüstensafari teilgenommen.

Unser Fahrer holte uns nachmittags an unserem Hotel in Dubai ab. Außer uns stieg niemand mehr dazu. Wir fuhren ins Landesinnere zu Treffpunkt Nr. 1 – ein Supermarkt. Von dort aus ging es zu Treffpunkt Nr. 2 – ein Souvenirshop mit angegliederter Quad-Station. Hier hielt es schon viele Touristen nicht mehr auf den Beinen. Nach einer halben Stunde Pause (für uns, die anderen fuhren Quad) ging es weiter zu Treffpunkt Nr. 3 –  im Wüstensand neben der Straße (endlich!). Hier ließen die Fahrer Luft aus den Reifen und dann ging es loooooooooooooos.

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Was dann kam, war einfach nur irre. Wirklich: Mir wird nicht so schnell schlecht. Aber wie der Emirati mit uns über die Sanddünen geheizt ist, das war schon heftig. Es hat geruckelt und geschuckelt, nach vorne und zur Seite. Nach etwa einer Viertelstunde kam Treffpunkt Nr. 4 – eine Anhöhe mitten in der Wüste. Wir schnappten erst mal frische Luft, tranken einen Schluck Wasser und staunten über die Landschaft. So muss es wohl auf dem Mond aussehen. Wir standen in kräftig rotem Sand (staun!) und schossen Erinnerungsfotos.

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Wie schön es war, nach der zweiten Etappe wieder eine Straße unter den Reifen zu haben! 🙂

Ich habe großen Respekt vor unserem Fahrer, der uns wirklich sicher navigiert hat. Er erzählte uns, dass man ein besonders gutes Auto und eine spezielle Qualifikation fürs Dunebashing braucht. Diese Aktion war ein echtes Erlebnis, auch wenn uns allen ziemlich schlecht geworden war.

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Noch einmal so richtig touristisch wurde es dann im Wüstencamp. Wir aßen BBQ, ließen uns ein Hennatattoo malen, streichelten einen Falken und sahen uns unter dem Sternenhimmel die Show an (u.a. Feuerschlucker, Bauchtanz). Vor Mitternacht setzte uns unser Fahrer wieder an unserem Hotel ab. Was für ein Erlebnis! Nachmachen!

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Warst du auch schon einmal in der Wüste? Wo war das? Wie hat es dir dort gefallen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

 

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