Duisburg: Mode – Moschee – Marxloh

Durch den Besuch von Angela Merkel im Sommer 2015 ist Duisburg-Marxloh bundesweit bekannt geworden. Der Stadtteil im Duisburger Norden gilt als Problembezirk, einige Straßenzüge als „No-Go-Area“. Marxloh liegt im Schatten zweier großer Werke: im Westen das Stahlwerk von thyssenkrupp, im Süden die Grillo-Werke. Das ist in der Tat kein schönes Umfeld. Die richtig schäbigen Ecken kenne ich – zum Glück – nicht.

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Aber Marxloh ist durchaus besonders: Hier gibt es die „Brautmodenmeile“. Schon einmal davon gehört? Marxloh ist sozusagen das Eldorado für alles rund um Hochzeiten. An der Hauptstraße – der Weseler Straße – und in einigen Nebenstraßen reiht sich ein Brautmodengeschäft an das andere. Hinzu kommen Fotografen, Juweliere, Floristen, Geschenkartikelgeschäfte,… Wer eine prunkvolle Hochzeit plant, wird hier an einem Ort von A wie Anzug bis Z wie Zuckerstange fündig.

Nach Marxloh kommen angehende Brautleute aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Das lässt sich auch an den Autokennzeichen der parkenden Fahrzeuge ablesen – die wenigsten haben das „DU“ auf dem Nummernschild.

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Mir macht es großen Spaß, die tollen Kleider in den Schaufenstern anzuschauen. Es gibt wahre Prinzessinnenträume aus Tüll und Spitze, aber auch sehr schicke Abendgarderobe. Falls ich jemals ein feines Kleid brauche, werde ich in Marxloh danach suchen.

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Was ich aber auch immer sehr gerne mache – im Urlaubsort genauso -, das ist der Besuch von „fremden“ Supermärkten. In Marxloh war es ein türkischer – schließlich ist der Stadtteil fest in türkischer Hand. Was es da so alles gibt! Natürlich interessiert mich vor allem das, was ich bei unserem Aldi und Edeka nicht auch finde. Oft kaufe ich ein paar Lebensmittel zum Ausprobieren.

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Apropos probieren: Das Geschäft „Sifa“ an der Weseler Straße ist ein echter „Zuckertempel“. Hier gibt es Süßkram, Nüsse, getrocknete Früchte, türkischen Nougat und vieles mehr in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Vieles davon darf man vorab probieren. Auch hier gehe ich nie ohne ein Mitbringsel nach Hause.

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Zum Mittagessen waren wir zuletzt im „Saraykapi“ an der Weseler Straße / Ecke Ottostraße. Das Imbiss-Restaurant ist sehr gepflegt und bietet zahlreiche Sitzplätze. Die Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich. Für weniger als 30 Euro haben mein Mann und ich hier hervorragend gegessen: Fladenbrot mit drei verschiedenen Dips (ging aufs Haus), Hähnchenspieße und Lamm vom Holzkohlegrill.

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Krönender Abschluss war der Nachtisch: Künefe, das (nur) hier vor den Augen der Gäste frisch zubereitet wird. Ich hatte Künefe vorher noch nie gegessen und war sehr gespannt. Es ist ein türkisches Engelshaar-Dessert aus dem Süden Anatoliens. Sehr feine Fadennudeln werden mit einem besonderen Käse gefüllt und gebacken. Vor dem Servieren werden sie mit Zuckersirup begossen und mit Sahne und gehackten Pistazien verziert. Dazu wurde uns ein starker türkischer Tee angeboten. Künefe ist sehr süß und sehr lecker! Wir haben uns eine Portion geteilt, das reichte vollkommen. Ich werde es beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder bestellen.

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Auf dem Weg nach Hause sind wir noch an der DITIB-Merkez-Moschee vorbeigefahren, die 2008 eröffnet wurde. Es ist eine der größten Moscheen Deutschlands. Ihre Räume sollen sehr schön sein und einen Besuch lohnen. Ich habe sie noch nicht besichtigt. Immer montags um 15.00 Uhr gibt es öffentliche Führungen, habe ich gesehen. So bald wie möglich werde ich mir die Moschee auch einmal von innen ansehen.

 

Weitere interessante Informationen über Duisburg-Marxloh:

https://de.wikipedia.org/wiki/Marxloh

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/hochzeitsmeile-in-duisburg-marxloh-wie-brautmodengeschaefte-um-deutsche-kunden-werben-aid-1.6131711

http://www.ditib-du.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/DITIB-Merkez-Moschee

 

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Kennst du Marxloh bzw. bist du schon einmal da gewesen? Wie ist dein Eindruck? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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