Über meine erste Instachallenge

Immer wieder lädt Instagram zu Challenges ein. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal mitgemacht: bei #meetthebloggerde19. In der ersten Mai-Hälfte habe ich täglich ein Foto zu einem vorgegebenen Stichwort gepostet. Fürs digitale Archiv und als Erinnerung an meine Premiere sind hier noch einmal alle Posts im Überblick – und ein (durchaus selbstkritisches) Fazit gibt’s auch.

Per Instagram – logisch! – hatte Initiatorin Anne Häusler auf die Aktion aufmerksam gemacht. Die Grafik erschien mir eindeutig, also legte ich am 1. Mai los.

Weil es beim Lesen stört, lasse ich die Hashtags und Emojis hier aufm Blog weg.

Tag 1: Du

Hier schreibt Anja, deutlich Ü40, verheiratet und in Teilzeit berufstätig, Mutter eines Teenies und Besitzerin einer Katze. Seit etwa drei Jahren blogge ich hobbymäßig und nicht-kommerziell über meine Heimat (das Ruhrgebiet) und meine Leidenschaft (das Reisen) – also über „Pott & Beyond“. Wie unschwer zu erkennen ist, mag ich neben den V.A.E. besonders gerne: pink. Ach ja, Alliterationen auch: Mehr Ruhrpott, Reiseberichte und Rosa gibt‘s auf www.pottandbeyond.de – herzlich willkommen!

Tag 2: Wie ich gelernt habe…

… gelassener zu werden: täglich üben und so oft wie möglich dem Schnurren der Katze lauschen!

Tag 3: Arbeitsplatz

Zu schön, wenn der immer da wäre … [Dubai Business Bay]. In der Tat nehme ich in fast jeden Urlaub mein Laptop mit – schon allein, um die Fotos zu sichern und zu sortieren, manchmal auch zum Schreiben. ‍Zu Hause blogge ich wann und wo mir gerade danach ist: oft in Gesellschaft am Esstisch im Wohnzimmer, am liebsten bei Vogelgezwitscher aufm Sofa im Garten. Die Orte sind eben wie meine Themen: Pott & Beyond.

Tag 4: Frühling

Lieblingsjahreszeit!

Tag 5: Organisation

Finde ich sehr wichtig, hilft in fast jedem Bereich, macht mir Spaß, kann ich. Ordnung übrigens auch: Ich räume gerne auf – zwar nicht ständig, aber wenn dann richtig!

Tag 6: Zitat/Motto

Das trifft meine Einstellung ziemlich gut: „Reisen ist der schönste Weg, um Geld auszugeben und trotzdem reicher zu werden.“ Ja, wir lassen uns das Urlauben relativ viel kosten. Nein, wir haben nicht im Lotto gewonnen. Wir arbeiten fleißig, leben (kosten)bewusst und setzen Prioritäten. Außerdem sehe ich unser Reisebudget nicht buchhalterisch als Aufwand, sondern als Investition in gemeinsame Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse. Uns bereichert das mehr als Anderes.

Tag 7: Die ungeschminkte Wahrheit

Da haben unser Garten-Buddha und ich etwas gemeinsam: Der Lack ist ab, doch das macht überhaupt nix. Mit all unseren Macken ruhen wir in uns selbst – er immer, ich immer öfter. Was #fürmehrrealitätaufinstagram angeht: Da bin ich oft sehr skeptisch. Wahrscheinlich ist selbst das „ehrlichste“ Bild noch durch etliche Filter gegangen. Realität und Instagram – passt das überhaupt? Für mich ist Instagram ein „Schöne-Bilder-Kanal“ und eine Inspirationsquelle. Mehr erwarte ich nicht. Die ungeschminkte Wahrheit sehe ich woanders.

Tag 8: Traumprojekt

Mein Wunsch ist es, mal für eine Weile im Ausland zu leben. Am liebsten am Meer. Die Gelegenheit dazu hat sich bis jetzt einfach nicht ergeben. Aber wer weiß, vielleicht wird aus diesem Projekt ja noch was?!

Tag 9: Mein Tag (Stories)

Wisst ihr was? Ich mag keine Stories. Weder gucke ich sie noch möchte ich selbst welche machen. Wieso? Im Urlaub vor zwei Jahren habe ich täglich Stories gepostet. Anfangs fand ich das ganz spannend, doch schon nach wenigen Tagen hatte ich eigentlich gar keine Lust mehr. Es hat subjektiv viel zu viel Zeit gekostet und mich u.a. vom analogen Genießen des Moments abgehalten. Ja, mein Profil ist ohne Stories wahrscheinlich weniger interessant. Damit komme ich klar. Ich habe mich 2016 wegen der Fotos bei Instagram angemeldet, die zusätzliche Funktion kam erst später. Solange es mir keinen Spaß macht und ich meine Zeit lieber anders nutze bleibt es dabei: Sorry, no Stories. Danke an alle, die dafür Verständnis haben! Der Vollständigkeit halber kommt hier noch mein heutiger Tag in Worten: aufstehen, anziehen, aufräumen, arbeiten. Kind und Katze versorgen. Gleich noch Arzttermin, Abendessen und wahrscheinlich etwas GNTM. Also ziemlich unspektakulär, ob in Buchstaben oder als Stories…

Tag 10: Buchtipp

Ich blättere immer wieder gerne in den „100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern“. In dem Buch sind zum Beispiel die Länder der Größe nach sortiert, es geht um verschiedene Blickwinkel auf Europa, um Dialekte und Statistiken. Alles sehr übersichtlich, farbenfroh, informativ und unterhaltsam. Im Februar habe ich dazu auch einen Blogbeitrag geschrieben.

Tag 11: Throwback

Rein statistisch gesehen ist die Hälfte meiner Lebens-Sanduhr abgelaufen. Doch mein Hier und Jetzt ist ein guter Standort: Vieles ist mit Ü40 einfacher und besser als mit 20! Ich blicke zufrieden zurück, auch wenn nicht immer alles gut war. Ich freue mich auf die zweite Hälfte und darauf, noch oft in meinen Lieblingssandkasten zurückzukehren.

Tag 12: Selbstliebe

Wie ich mich entspanne? Am besten (und schnellsten) an einem sonnigen Tag auf dem Gartensofa gegenüber von diesen herzförmigen Pflanzen. Was mir sonst noch guttut: Yoga, Spaziergänge und Radfahren, regelmäßige Thaimassage ‍(spendiere ich mir möglichst einmal im Monat), ein gutes Glas Wein zu einem leckeren Essen, ein Verwöhntag im Spa (lasse ich mir jedes Jahr zum Geburtstag schenken), ein nettes Gespräch mit lieben Menschen. Und: Lachen!

Tag 13: Bloggende Freunde

Was das Bloggen angeht bin ich in meinem privaten Umfeld ein Exot: So gut wie keiner ist webaktiv. Ich interpretiere und bewerte das nicht. Es ist einfach so. Bei verschiedenen Veranstaltungen habe ich Bloggerkolleg*innen getroffen und einige wirklich sehr nette Menschen kennengelernt. Ich freue mich jedes Mal, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen. Analog ist mir nämlich immer noch lieber als digital.

Tag 14: Top Tipps

Meine beziehen sich nicht aufs Bloggen, sondern auf etwas, mit dem ich mich wirklich auskenne und was auch Thema meines Blogs ist. Es geht um Tipps für Unternehmungen in meiner Heimatstadt. Das soll nicht heißen, dass ich schon überall gewesen bin. Tatsächlich entdecke ich (oft zufällig) immer wieder Unbekanntes: Duisburg rockt einfach und kann weit mehr als Tiger & Turtle! Beim Zusammentragen der Tipps habe ich mir deshalb gleich selbst eine Liste gemacht, welche der 88 Ideen wir bald ausprobieren. Die nächsten freien Tage sind verplant.

Auf den Punkt gebracht – mein Fazit

Das Wichtigste zuerst: Ich fand #meetthebloggerde19 klasse und mir hat die Teilnahme viel Spaß gemacht! Vielen, vielen Dank Anne für diese wunderbare Aktion!

Natürlich habe ich auch etliche andere Beiträge gelesen und bin dabei auf neue Profile, Themen, Menschen und Geschichten gestoßen. Das ist toll!

Spannend fand ich, wie unterschiedlich jede/r die Challenge angegangen ist. Einige Male habe ich “heute geht es um…” gelesen, was mich – leider erst nach mehr als der Hälfte der Challenge – auf die Idee gebracht hat, auch mal auf Annes Website vorbeizuschauen. Und siehe da: Hier hat sie alles genau erklärt. Nicht nur, wie die Aktion funktioniert, sondern auch, was sie sich zu den jeweiligen Aufgaben gedacht hat. Hätte ich doch mal vorher reingeschaut…

Da musste ich an meine Freundin Rosi denken. Sie sagt immer: “Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!” Ach Rosi, wie Recht du hast.

So bin ich: Bedienungsanleitungen lese ich nie. Ich probiere einfach drauflos. So auch bei dieser Challenge. Deshalb gehen meine Beiträge teilweise in eine komplett andere Richtung als die anderer Blogger. Macht nix.

Wie üblich habe ich versucht, mich so knapp wie möglich zu fassen. Auch das bin ich. Schon zu Schulzeiten konnte ich besser Zusammenfassungen schreiben als Aufsätze. Ich mag es lieber kurz und bündig. Manchmal wären ein paar mehr Worte aber sicher angebracht gewesen.

Manche haben es für meinen Geschmack etwas übertrieben mit der Textmenge. Deshalb habe ich viele “Romane” gar nicht gelesen. Meine Meinung: Für lange Texte ist Instagram nicht der richtige Kanal. Genau dafür gibt es doch Blogs, oder!?!

Bei einigen Posts hatte ich außerdem das Gefühl, in einer Dauerwerbesendung zu sein. Manche Blogger haben die Aktion offenbar als Gelegenheit genutzt, sich und ihren Kanal bzw. ihre Dienstleistung anzupreisen. War das so gedacht? Wirkliches Interesse an der Aufgabe konnte ich bei ihnen jedenfalls nicht erkennen. Schade.

Ach ja, ganz nebenbei habe ich durch Annes Challenge mich selbst noch etwas besser kennengelernt, über manche Themen gezielter nachgedacht und (mit geduldiger Unterstützung meiner Tochter) ein bisschen Bildbearbeitung per App geübt. Auch deswegen kriegt die Aktion von mir einen eindeutigen Daumen nach oben!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.