Mein erster Urlaub in Holland

Wir wohnen in Duisburg und damit ziemlich nah an der deutsch-holländischen Grenze. Trotzdem war Holland bislang nie unser Urlaubsziel. Eigentlich komisch, oder? Nun gut: Für ein verlängertes Wochenende war ich vor über 15 Jahren mal in Zandvoort und Katwijk, vor noch viel längerer Zeit in Renesse. Kürzlich waren wir für einen Tagesausflug in Roermond. Als „richtigen“ Urlaub werte ich das alles nicht. Es wurde also endlich mal Zeit für Ferien im Nachbarland. In den Osterferien 2017 verbrachten wir eine gute Woche in Scheveningen. Und was soll ich sagen? Schön war’s! Hier ist mein Fazit:

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Der Ort

Unsere Wahl fiel auf Scheveningen, weil es ein Ortsteil der Großstadt Den Haag direkt am Meer ist. Wir mögen kurze Wege und haben gern eine Infrastruktur in der Nähe. In Scheveningen selbst gibt es schon viele Supermärkte, Geschäfte, Restaurants. Den Haag bietet natürlich noch mehr. So waren wir uns sicher, auch bei schlechtem Wetter genug Ausweichmöglichkeiten zu haben.

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Die Unterkunft

Wir hatten uns bewusst gegen ein Hotel und für eine Ferienwohnung entschieden, weil wir ja nicht wussten, wie das Wetter und damit wie unser Tagesablauf sein würde. So waren wir einfach flexibler.

Unsere Wohnung war super: im fünften Stock eines Appartementhauses in zweiter Reihe gelegen, sehr modern und geschmackvoll eingerichtet mit Blick aufs Meer! Das Fräulein hatte ein eigenes kleines Zimmer, was für ihre diversen Skype- und Streamaktionen auf jeden Fall von Vorteil war. Wir mussten nur über die Straße und waren am Strand. Perfekt! (gebucht über BizStay)

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Die Reisezeit

Anfang April ist sicher nicht die beste Reisezeit für einen Urlaub an der See, aber wir mussten die Schulferien nehmen, wie sie sind. Offenbar erwacht Scheveningen zu dieser Zeit erst so langsam aus dem Winterschlaf. Ich hatte den Eindruck, dass viele Strandbars erst wenige Tage geöffnet hatten. Es wurde an vielen Stellen noch gewerkelt. Dafür war es an den Tagen vor Ostern erfreulich leer. Ab Karfreitag wurde es dann am Strand und auf der Promenade deutlich voller. Ehrlich gesagt mag ich mir gar nicht vorstellen, wie voll es in den Sommermonaten ist. Wahrscheinlich ist es dann für mich zu rummelig. Insofern war die Reisezeit für unsere Ansprüche sogar ideal.

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Das Wetter

Was hatten wir Glück!?! Es war viiiiiiel sonniger als erwartet und hat so gut wie nie geregnet (und dann nur abends). Auf der Speisekarte einer der Strandbars habe ich gelesen, dass Scheveningen der sonnenreichste Ort Hollands sei. Offenbar stimmt das! 🙂

Besonders warm war es natürlich Anfang April noch nicht – das hatte ich auch nicht erwartet. Meine sommerlichere Kleidung ist ungetragen wieder mit nach Deutschland gefahren. Wenn wir abends am Strand spazieren gegangen sind, habe ich meine wärmste Winterjacke und eine Mütze getragen. An geschützten Orten konnten wir aber oft auch draußen sitzen, weil meistens die Sonne schien.

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Das Essen

Fürs Essen bekommt Holland von mir einen geringen Punktabzug. Ein Gourmet-Reiseziel ist es beim besten Willen nicht. Auf den Speisekarten steht weitestgehend das gleiche: Caesar Salat und Sandwiches, Burger und Spareribs, Kroketten und Bitterballen. Und natürlich: Frites als Beilage zu fast allem. Ich mag das alles – so ist das ja nicht. Nur möchte ich nicht so gern jeden Tag und überall das Gleiche essen. Da war es für mich manchmal schwer, etwas Neues zu finden. Ist dann letztendlich aber doch irgendwie gelungen. Und wir hatten ja in der Ferienwohnung eine Küche, in der wir täglich auch eine Kleinigkeit gekocht haben.

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Die Ausflugsmöglichkeiten

Von Scheveningen aus kann man ziemlich viel unternehmen. Nach Den Haag fährt eine Straßenbahn, die wir einige Male benutzt haben. An einem Tag sind wir mit der Linie 1 auch bis nach Delft gefahren. Weitere Ausflüge führten uns nach Rotterdam und Gouda (je ca. 45 Minuten Fahrzeit mit dem Auto). Nach und nach werde ich hier darüber berichten.

Ursprünglich hatte ich auch einen Ausflug zum Keukenhof geplant. Den haben wir aber vor Ort von unserer „To-See-Liste“ gestrichen – der Urlaub sollte schließlich nicht in Stress ausarten und ausreichend Zeit zum Nichtstun lassen. Außerdem hatten wir ja auch den herrlichen Strand direkt vor der Tür …

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Die Bilanz

Für die Osterferien war der Urlaub nahezu perfekt: Meer und Städte kombiniert. Die Zeit war erholsam und abwechslungsreich gleichermaßen. Wir hatten eine kurze Anreise und haben viel erlebt. Alle waren zufrieden. Es wird deshalb sicher eine Neuauflage geben. In diesem Sinne: Tot ziens!

 

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