Essen: Margarethenhöhe im April

Endlich Frühling, endlich mehr Sonne, endlich blüht es wieder! Endlich ergab sich auch die Gelegenheit, der Margarethenhöhe in Essen einen Besuch abzustatten. Sie ist wohl eine der schönsten Siedlungen im Pott und gilt als erste deutsche Gartenstadt. Ein bisschen wirkt es hier so, als wäre die Zeit vor 70 Jahren stehengeblieben. Irgendwie ist ein Bummel durch die hübschen und sehr gepflegten Gassen deshalb auch eine Zeitreise ins Ruhrgebiet der 1950er/60er Jahre.

Essen Margarethenhöhe

Im Jahr 1906 hat Margarethe Krupp, die Ehefrau des Ruhrgebiets-Unternehmers Friedrich Alfred Krupp, die nach ihr benannte Siedlung anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Bertha gestiftet. In der Zeit von 1906 bis 1938 wurde die Margarethenhöhe im Stadtbezirk Rüttenscheid erbaut. Die ersten Häuser waren 1910 fertig.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Siedlung in großen Teilen zerstört, jedoch anschließend in ihrer historischen Form wiederhergestellt. 1948 wurde sie ein eigener Stadtteil. Seit 1987 steht sie unter Denkmalschutz.

Essen Margarethenhöhe

Die Häuser und Gärten der Siedlung sind sehr gepflegt. An vielen Hauswänden ranken Pflanzen. Typisch für die Architektur sind die grün-Weißen Holztüren und -fensterläden.

Essen Margarethenhöhe

Der Grund für die architektonische Einheitlichkeit der Margarethenhöhe ist ein ziemlich pragmatischer: Es sollten zwar nicht alle Häuser identisch aussehen, jedoch wäre es zu teuer geworden, jedes Gebäude einzeln zu konzipieren. Der Architekt Georg Metzendorf entwarf deshalb gestalterische Elemente, die sich immer wieder anders kombinieren ließen. So kommt es, dass die Häuser in Details voneinander abweichen, stilistisch jedoch eine Einheit bilden.

Essen Margarethenhöhe

Und dann diese idyllischen Straßennamen: „Sonnenblick“, „Schöngelegen“, „Trautes Heim“ und „Daheim“, um die schönsten zu nennen.

Essen Margarethenhöhe

An der „Steilen Straße“ liegt das Herz der Margarethenhöhe, der Kleine Markt. Das historische Gebäude am Schatzgräberbrunnen beherbergt ein Hotel und ein Restaurant. An der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes befindet sich ein Supermarkt, der sich architektonisch in das historische Stadtbild integriert. In der Nähe gibt es einige weitere kleinere Geschäfte und eine Eisdiele.

Die Margarethenhöhe ist eine der beliebtesten Wohngegenden Essens. Angeblich gibt es eine lange Warteliste von Interessenten. Das haben wir im Mai 2017 beim Bloggertreffen erfahren, als wir hier auf dem Weg zum Baldeneysee einen (leider viel zu kurzen) Stopp eingelegt haben.

Essen Margarethenhöhe

Bei unserem Besuch im April hatten die Bewohner der Margarethenhöhe ihre Gärten mit vielen Frühlingsblühern bepflanzt. Die üppige Rankbepflanzung war leider noch nicht vollständig aus dem Winterschlaf erwacht…

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… denn ist sie so üppig grün wie auf diesem Foto vom Bloggertreffen im Mai 2017.

Ein Grund mehr, auch im Sommer und Herbst noch einmal wiederzukommen!

 

 

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