Hawaii: Über einen Lebenstraum

[GASTBEITRAG]  Sehnsuchtsort Hawaii. Unser Cousin Fredi, ein begeisterter Kreuzfahrer, hat sich im Herbst 2019 einen Lebenstraum erfüllt und mit seiner Familie eine dreiwöchige Seereise rund um Hawaii gemacht. Für Pott & Beyond hat er einen Teil seiner Eindrücke und Erlebnisse zusammengefasst. Beim Anblick der Fotos bekomme ich auch den dringenden Wunsch, nach Hawaii zu reisen…

Die Reise im Überblick

Flug nach Vancouver – eine Übernachtung in Vancouver – Einschiffung (Ovation of the Seas) – Seattle – vier Seetage – Napali Coast Kauai – zwei Tage Maui – Kailua Kona – Ausschiffung in Honolulu Oahu – drei Übernachtungen in Waikiki – Einschiffung (Celebrity Eclipse) – Lahaina Maui – Kailua Kona – zwei Tage Hilo – fünf Seetage – Ausschiffung in Vancouver – Rückflug nach Deutschland

Fredi hat zwei Kreuzfahrten unterschiedlicher Reedereien kombiniert. Insgesamt dauerte die Reise fast vier Wochen (Mitte September bis Mitte Oktober 2019).

Doch nun erzählt Fredi:

1999 bin ich zum ersten Mal mit einem Traumschiff gefahren. Es war die MS Europa von Hapag Lloyd. Obwohl das Schiff damals noch gar keine Balkonkabinen hatte, war ich total fasziniert. Diese Form des Reisens mit der Mischung aus Unterhaltung und tollen Reisezielen hat mich nicht mehr losgelassen und mittlerweile ist eine Art Sucht daraus geworden.

Ich erinnere mich an die Werbung einer großen Versicherung zum Thema Altersvorsorge, in der ein Rentner mit seinem Segelboot gezeigt wurde. Damals dachte ich: Typisch Werbung! Heute weiß ich, dass es nicht das eigene Boot sein muss, um etwas von der Welt zu sehen. Das Zauberwort heißt Kreuzfahrt.

Allerdings mussten von meiner ersten Seereise bis zur nächsten zwölf Jahre vergehen. Schließlich ist es nicht nur der Wunsch oder die finanzielle Möglichkeit. Nein, es gehört auch das Glück dazu, wie in meinem Fall, eine Partnerin zu haben, der eine Seereise genauso viel Spaß macht. Griechische Inseln, Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Madeira, Kanarische Inseln, Karibik, Panamakanal, Kolumbien, Guatemala, Mexiko, USA – alles Orte, die ich erst als Rentner bereist habe. Mein größter Traum aber ging letztes Jahr in Erfüllung: zwei Kreuzfahrten mit Aufenthalt in Hawaii. Insgesamt vier Wochen mit allen Klischees, die ich im Kopf hatte.

Wir starteten in Vancouver. In Gastown befinden sich die einzige mit Dampf betriebene Standuhr und das Kreuzfahrtterminal. Der Blick vom Terminal bot Kanada pur: Seen, Wälder, Berge, Wasserflugzeuge und Hubschrauber.

Hier ging mein Traum also los mit der “Ovation of the Seas“. Ein Schiff der Superlative mit Theatern, einer Mehrzweckhalle, Fallschirm- und Surfsimulator und nicht zuletzt mit der Aussichtsplattform Northstar, wo ich dieses Foto gemacht habe:

Nach einem kurzen Stopp in Seattle lagen vier Seetage nach Hawaii vor uns mit allem was Schiff und Natur (Delphine und Wale) zu bieten hatten.

Am fünften Tag erreichten wir Napali Coast von Kauai. Jurassic Parc lässt grüßen. Bei hawaiianischer Musik fuhren wir entlang der Schluchten und Regenwälder.

Dann zwei Tage Aufenthalt in Lahaina auf Maui. Lahaina heißt so viel wie brennende Sonne. Dieser Name war hier Programm. Einer der wenigen schattigen Plätze war ein Baum (banyan tree) hinter dem alten Gerichtsgebäude, der mit seinen Luftwurzeln eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes ausfüllte. Aber diese Insel hatte viel mehr zu bieten. Wir erlebten dort auf einem Ausflugsschiff ein Luau, das ist ein traditionelles hawaiianisches Essen mit Musik und Hula-Hula im Sonnenuntergang.

Ein weiterer Ausflug führte uns wieder in westliche Richtung. Ziele waren dieses Mal das Aquarium, in dem wir die einheimischen Fische sehen konnten und die Maui Tropical Plantation, eine ehemalige Zuckerrohrplantage.

Hauptziel war aber das Iao Valley. Dieses dicht bewachsene Dschungeltal mit steilen Hängen und dem Wahrzeichen, der 370 Meter hohen Iao Needle war 1790 Schauplatz der entscheidenden Schlacht um Maui, bei der König Kameha Mea I. seinen Gegner König Kahekili besiegte.

Einen Tag später tauchte die Küste von Kailua Kona vor uns auf – Schauplatz des legendären “Iron Man“. Im Oktober waren die Vorbereitungen in vollem Gange.

Ich könnte jetzt in ausführlichen Beschreibungen über die Insel abtauchen: erste Kirche, königliche Sommerresidenz und so weiter.

Doch möchte ich lieber bei meinen anfangs angesprochen Klischees bleiben: Schildkröten, die einen aus dem Wasser anschauen, gelbe Fische und Delphine im Wasser, überall Surfer, feine Sandstrände, Palmen, historische Hütten und die typischen Boote mit dem seitlichen Ausleger.

Dann kam Waikiki Honolulu. Für mich war es das Sahnehäubchen. Irgendwie hatte ich es so erwartet. Auf der einen Seite Hawaii Five O mit Aloha Tower, Königspalast, Waikiki Beach mit Palmen, herrlich warmem Wasser und Hula Hula. Auf der anderen Seite etliche Hotels, Hochhäuser, hohe Preise und viele Touristen, meist aus Japan.

Hula-Tänze gibt es täglich in den großen Einkaufscentern, die über einen Bus-Shuttle-Service verfügen (Pink Line), der zwei Dollar kostet, egal wo und wie oft man einsteigt.

Großes Kino bei mir war das Hula-Hula am Waikiki Beach am Abend mit Sonnenuntergang. Habe ich schon die unzähligen Surfer und Surfbretter erwähnt? Wer sich keinen Stellplatz am Strand leisten kann, hängt das Ding einfach in ein Gestell an der Seite seines Fahrrads.

Eine Besonderheit sind die ABC-Läden die man gefühlt alle 50 Meter findet. In diesen Märkten bekommt man fast alles, was man zum Überleben braucht zu einem für Waikiki moderaten Preis.

Wir haben auf Oahu eine Inselrundfahrt gemacht, und alleine war ich noch in Pearl Harbor. Es gibt zwar einen Bus dahin, der aber ewig braucht. Meine Empfehlung ist deshalb, ein Taxi zu nehmen. Pearl Harbour kann ich ein anderes Mal beschreiben. Nur so viel: Für die Ausstellungshallen und das Memorial der versunkenen Arizona habe ich über vier Stunden gebraucht. Die Missouri und ein U-Boot habe ich nicht mehr geschafft und zwar auch, weil es so bedrückend war.

Über vier Wochen kann man viel schreiben. Es ist mir bewusst, dass ich nicht mal ansatzweise die Faszination dieser Reise wiedergeben kann.

Einen Höhepunkt gab es aber noch: die Rückfahrt mit der “Celebrity Eclipse” nach Vancouver. Ein tolles Schiff mit richtigem Rasen und einer Glasbläserei.

Die Stopps auf den Inseln nutzten wir zum Badeurlaub mit Ausnahme von Hilo, einer der regenreichsten Städte der Welt und zweimal Opfer von Tsunamis. Wir hatten aber blauen Himmel und konnten sogar die Observatorien auf dem Mauna Kea mit bloßem Auge sehen. Natürlich haben wir Hilo erkundet, die Rainbow Falls, den heiligen Stein und die Statue von King Kamehamea gesehen.

Der absolute Hammer war aber der einstündige Flug mit den Blue Helicopters über die aktiven Vulkane, darunter auch einer der aktivsten der Welt, der Kilauea. Natürlich ging der Flug auch noch über Wasserfälle und über unser Schiff hinweg.

Nach fünf unterhaltsamen Seetagen waren wir wieder in Vancouver. Schöne Träume gehen auch einmal zu Ende. Ideen für neue Ziele bleiben aber.

Mehr über Fredis Begeisterung für Kreuzfahrten und seine Empfehlungen für Seereisen gibt es …hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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