Gelsenkirchen: Himmelstreppe zur Halde

Dass mich meine Haldentour 2017 in einen Teil von Gelsenkirchen führen würde, den ich noch überhaupt nicht kannte, war die erste Überraschung. Die zweite: Der Aufstieg führt durch ein Wäldchen und ist erfreulich unanstrengend. Und noch etwas Unerwartetes gab es: Graffiti, wo es eigentlich nicht hingehört, aber irgendwie trotzdem gut aussieht.

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Es war irgendwie klar, dass wir zum Thema „Industriekultur“ beim Reisebloggertreffen in Essen auch eine Halde besuchen würden. Jetzt weiß ich auch, warum die Organisatoren die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf ausgesucht haben: Weil sie gut zu erreichen ist! Wir hatten schließlich keine Zeit für einen langen Aufstieg. An diesem hochsommerlichen Tag waren wir jedenfalls dankbar, dass es ein nur kurzer Spaziergang durch gut befestigtes, überwiegend schattiges Terrain war.

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Schon nach einigen Minuten Fußweg eröffnete sich der Blick auf die karge Halde und ihre markante Skulptur. Meine erste Assoziation: Sieht aus wie eine Maya-Ruine auf einem Vulkan.

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Charakteristisch für die Halde Rheinelbe ist ihr kegelförmiger Gipfel mit der etwa zehn Meter hohen „Himmelstreppe“ von Herman Prigann (1942 bis 2008). Die Skulptur besteht aus großen, alten Betonblöcken der Kokerei Königsborn, die in der Form einer Treppe aufgestapelt wurden. Also bitte nicht verwechseln: Nicht die Stufen nach oben sind die Himmelstreppe, sondern die Skulptur obenauf!

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Die unteren Betonblöcke sind ziemlich besprüht. Die Graffitis haben mich allerdings überhaupt nicht gestört. Irgendwie „schmücken“ sie die tristen Steine und machen die Skulptur noch etwas interessanter.

Anders als andere Halden, die ich bisher besucht habe, eignet sich die Halde Rheinelbe mit der Himmelstreppe auch für einen kurzen Besuch. Das ist sicher ein Pluspunkt für Ruhrgebietstouren mit mehreren Etappen.

 

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Weitere Infos: http://www.halden.ruhr/

 

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