Kalkar: Spaßpark statt Atomkraftwerk

In Kalkar am Niederrhein ist auf dem Gelände eines ehemaligen, nie ans Netz gegangenen Atomkraftwerks ein Unterhaltungspark entstanden, der im Jahr 2000 eröffnet hat. Sein schon von weitem sichtbares Wahrzeichen ist der mit Gipfelmotiven bemalte Kühlturm. Warum er meinen Adrenalinspiegel ganz schön in die Höhe getrieben hat, das erzähle ich in diesem Beitrag.

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In dem Kühlturm verbirgt sich „Vertical Swing“, ein sich drehendes Karussell für 24 Personen, das an einem Stahlgerüst bis an die Kante des Turm auf eine Höhe von etwa 60 Metern aufsteigt. Unser Fräulein war davon total begeistert, als sie von einer Kindergeburtstagsfeier in dem Park nach Hause zurückkehrte. Mir schlotterten schon bei ihren Erzählungen die Knie – ich habe schließlich Höhenangst, sofern ich mich nicht in absolut gesichertem Raum befinde.

Es war so etwas wie eine verlorene Wette, die mich dazu brachte, mich der Herausforderung „Vertical Swing“ zu stellen.

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Im Inneren des Kühlturms sah ich mir die Konstruktion erst einmal genauer an. Es gibt luftige Schaukeln und Sitze direkt am Stahlgerüst. Hier ist man deutlich besser gesichert als in den Schaukeln und dreht sich trotzdem. Ich wählte also die vielleicht langweiligere Alternative und krallte mich ziemlich verkrampft in meine Sitzschale. Das Fräulein machte es sich ganz entspannt in einer der Schaukeln gemütlich und wartete ungeduldig auf den Start. Als es dann ruckartig nach oben ging und wir uns langsam bis zur Kante des Kühlturms nach oben schraubten, traute ich mich kaum, die Augen zu öffnen. Aber es wäre mir echt was entgangen: Die Aussicht dort oben ist wirklich großartig! Man sieht den direkt neben dem Gelände fließenden Rhein, die niederrheinische Landschaft, Windräder und natürlich den kunterbunten Park.

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Trotzdem war ich ehrlich gesagt froh, nach einigen Minuten wieder sicheren Boden unter den Füßen zu haben. Ich war richtig stolz auf mich – und mein Fräulein auch. Und weißt du was: Nach einer „Erholungsphase“ bin ich sogar noch einmal gefahren! In die Schaukeln habe ich mich aber auch im zweiten Anlauf nicht getraut.

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Den perfekten Platz, um meinen Adrenalinspiegel wieder zu normalisieren, habe ich an „Kernie’s Beach“ gefunden. Nur wenige Schritte vom markanten Kühlturm entfernt ist hier eine Art Strand angelegt – mit Sand, Strandkörben, Bänken, Bar und direktem Rheinblick. Ein wirklich schöner Ort!

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Nach einigen tiefen Atemzügen kam dann auch der Appetit zurück. Mit Cola und Pommes habe ich den schwachen Kreislauf schnell wieder in Schwung gebracht. Der schöne Blick auf den Rhein trug dazu definitiv bei.

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Was danach kam, war einfach nur noch Spaß: Riesenrad, Raupe, Kettenkarussell, Achterbahn. In dem sehr gepflegten Park gibt es wirklich viele Fahrgeschäfte für kleine, große und ganz große Kinder.

Wie gut, dass das Atomkraftwerk nie in Betrieb gegangen und stattdessen das „Wunderland Kalkar“ entstanden ist.

 

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Mein Fazit zum Besuch des Freizeitparks:

  • Der Park ist extrem sauber gepflegt, schön bepflanzt und nicht zu groß. Die Wege zu allen Fahrgeschäften sind kurz.
  • Hauptzielgruppe sind Familien mit Kindern (ca. 3 bis 15 Jahre). Aber auch Erwachsenen macht die Fahrt auf den Fahrgeschäften Spaß.
  • An jedem Fahrgeschäft ist ein Mitarbeiter, der den Betrieb regelt und die Sicherheit sorgfältig kontrolliert.
  • Größere Kinder können sich hier auch ohne permanente elterliche Aufsicht frei bewegen.
  • Im Eintritt sind Soft- und Warmgetränke sowie Pommes frites und Softeis so oft man möchte inbegriffen. An mehreren Stellen kann man zusätzlich Süßigkeiten und Bratwurst kaufen.
  • Meine Highlights: die tolle Lage am Rhein, der „Strand“, eine Fahrt mit dem Riesenrad und Vertical Swing im markanten Kühlturm.
  • Anreise: Vom Ruhrgebiet aus fährt man etwa eine Stunde. Die beste Strecke ist aus meiner Sicht über die A3 und dann über die Reeser Rheinbrücke. Parkplätze gibt es reichlich.

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Mehr Infos:

https://www.wunderlandkalkar.eu/de/familienpark

 

 

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