Essen: Ausflug nach Kettwig

Essen ist eine der größten und trubeligsten Städte im Ruhrgebiet. Ganz anders ist es in Kettwig, dem südlichsten und flächenmäßig größten Stadtteil der Ruhrmetropole. Das beschauliche Kettwig liegt direkt an der Ruhr und hat eine hübsche Altstadt mit vielen engen Gassen und Fachwerkhäusern. Als Ziel für einen kurzen Ausflug kann ich es sehr empfehlen. Hier sind einige Eindrücke:

Rund um die Kirche am Markt ist das Zentrum der Altstadt von Kettwig.

An vielen Stellen sind Infotafeln mit Erklärungen zu den historischen Gebäuden.

1985 wurde in Kettwig auf Initiative der Künstlerin Marianne Kühn ein Skulpturenpark gegründet. Er umfasst heute 14 über den Stadtteil verteilte Werke, unter anderem von Herbert Lungwitz, Carl Emanuel Wolff, Johannes Brus und Werner Graeff.

Die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern ist in weiten Teilen erhalten.

Denn Kettwig war vorwiegend von der Tuchindustrie geprägt, und da diese nicht kriegswichtig war, blieb der Stadtteil von den Bombenangriffen während des Zweiten Weltkriegs weitestgehend verschont.

Ein Bummel durch die Fachwerkgassen lässt sich gut mit einem Spaziergang oder einer Radtour entlang der Ruhr verbinden.

Kettwig ist eine Station der Weißen Flotte, die vom Mülheimer Wasserbahnhof aus unter anderem Rundfahrten auf der Ruhr bis zum Baldeneysee und wieder zurück anbietet.

Wegen der Corona-Krise finden in der Saison 2020 allerdings keine Fahrten statt. Der Angler kann also in diesem Jahr den Bootsanleger für seine Zwecke nutzen.

In Sichtweite von Kettwig befindet sich die markante Ruhrtalbrücke. Entlang der Ruhr gibt es auf beiden Seiten Rad- und Spazierwege.

Wer in Kettwig mal etwas andere Eissorten probieren möchte, dem kann ich “Lavendel im Brückencafé” empfehlen. Am Tag unseres Ausflugs waren hier die Geschmacksrichtungen Aprikose-Rosmarin und Lavendel im Angebot. Beides war sehr lecker.

Das Lavendeleis hat mir sogar so gut geschmeckt, dass ich es demnächst zu Hause selbst machen möchte. Ich warte nur noch darauf, dass unser Lavendelstrauch anfängt zu blühen, damit ich die Zutat ernten kann.

Das Eis gab es wegen der Kontaktsperre nur im Außer-Haus-Verkauf. Bestimmt ist das Café in Sichtweite der Ruhr auch ein schöner Ort zur Einkehr … irgendwann.

Corona schränkt zwar unseren Aktionsradius ein, bringt uns dafür aber auch auf die Idee, unsere direkte Umgebung zu entdecken. Zum Beispiel Essen-Kettwig. Uns hat es gefallen!

 

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