Kamp-Lintfort: Das wahre Sanssouci?

Es war einmal eine Duisburgerin, die hatte schon ein bisschen was von der Welt gesehen. So war sie zum Beispiel 2004 am Schloss Sanssouci, nicht jedoch in allen Parks und Schlossgärten ihrer Heimat. Das sollte sich ändern, dachte sie, und so fuhr sie an einem sonnigen Frühlingstag im Mai 2018 zum Kloster Kamp, wo sie eine ganz besondere Entdeckung machte.

Kloster Kamp

Als sie staunend durch die elegante Gartenanlage mit ihren akkurat gestutzten Hecken und Bäumen, den sauberen Kieswegen und den plätschernden Brunnen zu spazierte, blieb ihr Blick an einem Hinweisschild hängen.

Darauf stand: „Die Terrassenanlagen von Kloster Kamp und Sanssouci weisen eine große Ähnlichkeit auf.“ Die Duisburgerin erfuhr, dass der Bau in Kamp um 1740 begann, der in Sanssouci erst etwa vier Jahre später. Im Spätsommer 1740 soll Friedrich II. das Gebiet des Niederrheins besucht haben. „Es ist wahrscheinlich – aber nicht bewiesen -, dass er als Bauherr von Gärten dieses große Bauprojekt in Kamp auf seinem Reiseweg zur Kenntnis nahm“, mutmaßen die Autoren des Hinweisschildes.

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Mit der Duisburgerin ging die Fantasie durch: Sollte da etwa abgeguckt worden sein? Ist Kloster Kamp das wahre Sanssouci und Potsdam bloß eine Kopie des Originals? – Sie bremste ihre Gedanken und erfreute sich stattdessen an der Schönheit des barocken Parks mit den vielen kegelförmig geschnittenen Pflanzen und den wunderbaren Fontänen, in welche die Sonnenstrahlen an diesem Tag sogar einen Regenbogen zu malen schienen.

Kloster Kamp

Der Terrassengarten hat fünf Terrassen. Auf der untersten befindet sich eine „Arena“, ein Blumengarten mit Springbrunnen. Mittig legten die Gestalter eine „Schöne Treppe“ an, die mit wertvollen Skulpturen geschmückt war.

Kloster Kamp

Der ebene Barockgarten ist in 16 rechteckige Felder, davon vier traditionelle Schmuckfelder, gegliedert. In ihrer Mitte befindet sich eine Rundbrunnenanlage mit integrierten Wasserfontänen.

Kloster Kamp

Obwohl die volle Blütezeit noch nicht begonnen hatte, verbrachten die Duisburgerin und ihre Begleiter einen schönen sonnigen Nachmittag im Kloster Kamp. Vergnügt fuhren sie wieder nach Hause und werden sicher eines Tages zurückkehren.

Mehr Informationen: www.kloster-kamp.eu

 

2 Kommentare


  1. // Antworten

    hi hi, tolle Bilder und eine tolle Geschichte

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