Vier fantas-tische Konzert-Erkenntnisse

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Hip Hop. Die Fantastischen Vier aber finde ich echt gut und ihre Musik begleitet mich immerhin schon fast drei Jahrzehnte. Und wenn sie dann schon mal an einem so schönen Ort in der Nähe sind?! Also sind wir mit 15.000 anderen am 26. August zum Seaside Beach in Essen gepilgert. Es war ein tolles Konzert und ein sehr schöner Abend. Hier sind meine vier fantas-tischen Erkenntnisse:

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1.Wir sind eine echt coole Generation.

Seit 28 Jahren sind die Fantastischen Vier im Geschäft. Ende der 1980er, Anfang der 1990er ging es los, der Durchbruch kam 1992 mit „Die da?!“. Die Jüngeren werden sich jetzt wahrscheinlich fragen: „Wer da?!“ Denn die meisten Fanta-Fans sind mit ihnen älter geworden und heute bestimmt Ü40. So wie wir. Entsprechend hoch war auch der Altersdurchschnitt beim Konzert. Schön war das!

Wir Kinder der 1970er +/- ein paar Jährchen sind eine echt coole Generation, finde ich. So kam es mir jedenfalls an diesem Abend vor. Absolut entspannt und voll der Vorfreude auf einen schönen Abend mit vielen Erinnerungen an die Jugendzeit. Kein Gröhlen, kein Schubsen, kein „Alter“ oder „Digga“. Die Generation der Nicht-Digital-Natives ließ sich auch am Smartphone-Verhalten deutlich erkennen: ungelenkes, suchendes Tippen mit dem Zeigefinger (wie ich!), nur mal schnell anrufen, um zu hören, wo genau der Treffpunkt ist, dann Handy weg. Hatten wir ja früher auch nicht. 🙂

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2. Open Air ist schöner.

Ich war schon bei einigen tollen Konzerten, aber das von den Fanta4 war mein erstes unter freiem Himmel. Die Location war nahezu perfekt: der Seaside Beach direkt am Baldeneysee, ein schöner Strand zum Pre-Chillen, ein toller Ausblick, Platz genug für die 15.000 Besucher. Dazu das ideale Wetter für diesen Abend: trocken, warm, aber nicht heiß. Bingo!

Im Stadion oder in der Halle sitzt oder steht man auf bzw. an seinem Platz und wartet darauf, dass es losgeht. Es ist dunkel und meistens stickig. Die frische Luft, den Blick in den Himmel, den Sand unter den Füßen und die Bewegungsfreiheit open air habe ich dagegen richtig genossen. Beim nächsten Mal also lieber wieder draußen!

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3. Bootsbesitzer müsste man sein!

Wie lustig das aussah: Alles, was schwimmen konnte, hatte sich am Samstagabend auf dem Baldeneysee zum Seaside Beach bewegt! Am Ufer des Festivalgeländes lagen Segelboote, Kanus, Schlauchboote, SUP-Boards, die Boote der Weißen Flotte,… Ein wahrer Yachthafen hatte sich da spontan gebildet. Alle wollten mithören.

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4. „Von den Menschen im Ruhrgebiet können sich andere eine Scheibe abschneiden.“

Das hat Smudo jedenfalls gesagt. Vielleicht sagt er das bei jedem Konzert, vielleicht aber auch nicht. Der Menschenschlag im Ruhrgebiet ist schon ein besonderer. Herrlich ruppig war zum Beispiel der Lokführer auf der Hinfahrt: Seinen Hinweis, dass die Türen freibleiben müssen, damit er sie schließen und weiterfahren kann, hätte er wahrlich freundlicher formulieren können. Aber so is Pott. Und die Reaktion darauf auch: amüsierte Fahrgäste, die sein Bläffen mit „Na, der hat ja mal so richtig Spaß heute bei der Arbeit!“ kommentierten.

In diesem Sinne und mit den Worten der großartig aufgelegten Fantas:

„MfG und bevor wir falln, falln wir lieber auf!“

 

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