Langeoog: die Nummer eins

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Die Nummer eins ist Langeoog. Das habe ich erfahren, als ich neulich zufällig in die NDR-Sendung „Inseln, die Sie kennen sollten“ reingeschaltet habe. Da ging es unter anderem um Mallorca und Malta, Sylt und Usedom, Lanzarote und Helgoland. Und die Nummer eins war eben Langeoog.

Wie das Ranking zustande kam? Es wurde die Anzahl der Einwohner zu der Anzahl der Touristen in Relation gesetzt. Anders gesagt: Langeoog hat die meisten Übernachtungsgäste pro Insulaner – und damit den Spitzenplatz!

Wir sind Teil dieser Statistik: Im Sommer 2015 haben auch wir Urlaub auf Langeoog gemacht. Nach einigen Aufenthalten in Norddeich war es Zeit, endlich auch den Sprung auf eine der vorgelagerten Inseln zu schaffen. Für Langeoog haben wir uns schließlich entschieden, weil die Insel autofrei ist und wir viele Positives darüber gehört hatten. Eine gute Wahl: Langeoog ist nämlich wirklich sehr schön!

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Der Urlaub fängt irgendwie schon mit der Überfahrt an. Von Bensersiel aus ist die kleine Fähre ungefähr 45 Minuten unterwegs – begleitet von frischer, salziger Luft und gierigen Möwen. Direkt am Hafen wartet die Inselbahn, die nicht einmal zehn Minuten bis ins Zentrum braucht. Dort kann man dann in eine Pferdekutsche umsteigen, sich aufs Rad schwingen oder laufen. Wir hatten eine sehr gemütliche Ferienwohnung in einem liebevoll sanierten Inselhaus, die sehr zentral gelegen waren. Mit unseren Trolleys konnten wir in fünf Minuten bequem hinlaufen. Das große Gepäck hatten wir per DHL vorgeschickt – es stand schon im Flur.

Von unserem Haus Taletta aus waren wir in wenigen Minuten auf der Einkaufsstraße und am Strand. Für längere Strecken und zum Erkunden der Insel haben wir uns trotzdem Räder gemietet. Dass die Insel autofrei ist, gefiel mir sehr. Alles ist irgendwie entspannter – herrlich! Aufpassen muss man trotzdem, denn es herrscht reger Fahrradverkehr!

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Wir hatten im Juli 2015 großes Glück mit dem Wetter: fast an jedem Tag strahlender Sonnenschein mit T-Shirt-Temperaturen! Also waren wir viel am Strand und immer draußen unterwegs. Einziger Wehrmutstropfen: Wir waren nicht ein einziges Mal schwimmen. Ins Schwimmbad sind wir nicht gegangen, weil das Wetter zu schön war. Ins Meer haben wir uns bei einer Wassertemperatur von 17 °C nicht getraut. Zu kalt für uns! Das ist letztendlich auch der Grund, warum es uns in den Sommerferien wohl vorerst immer wieder gen Süden ziehen wird.

 

Was mir auf Langeoog besonders gefallen hat:

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Der Strand!
Diese Weite! Diese Leere! Diese Luft! Dieser feine Sand! Diese hübschen, bunten Strandkörbe!

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Das Essen!
Ich habe jeden Tag Fisch gegessen. Jeden Tag einen anderen. Alle waren köstlich. Auf Langeoog habe ich auch Dickmilch mit Schwarzbrot und Sanddorn probiert – das ist angeblich eine Spezialität auf der Insel. Eine ungewöhnliche Kombination, aber sehr lecker und erfischend! Oft sind wir am Nachmittag im Café Leiß eingekehrt, einer Institution auf Langeoog. Dort habe ich dann immer ein Kännchen Ostfriesentee mit Sahne und Kluntje bestellt. So gemütlich!

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Die Entschleunigung!
Keine Autos, keine Ampeln, kein Gehupe, kein Gedrängel. Stattdessen Räder und Kutschen. Mir haben die PKWs keine einzige Minute gefehlt.

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Das Dünensingen!
Ehrlich gesagt: Das kannte ich vorher nicht. Da treffen sich Insulaner und Urlauber einmal in der Woche an der Düne unterhalb des Wasserturms zum gemeinsamen Singen. Begleitet vom Akkordeon haben wir dort kurz vor Sonnenuntergang Seemanns-, Kinder- und Volkslieder gesungen. Ein echtes Erlebnis!

Übrigens:
Die Sendung „Inseln, die Sie kennen sollten“ im NDR war sehr interessant. Sie wird am 11.09.2016 um 14.00 Uhr wiederholt. Lohnt sich!

 

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