Lissabon: Sommerurlaub an der Küste

In diesem Jahr haben wir unseren Sommerurlaub an der Küste von Lissabon verbracht. Die Kombination war für unsere Wünsche und Bedürfnisse ideal: angenehme Temperaturen, keine Touristenmassen, Stadt und Strand, Aktivität und Erholung. In diesem Beitrag fasse ich alles Wissenswerte über die Region zusammen, unter anderem zu Lage, Wetter, Essen, Städten und Stränden. Nur auf eine Frage habe ich bislang keine Antwort gefunden: Warum waren wir eigentlich nicht schon früher in Portugal?

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Lage, Zeitverschiebung, Anreise

Portugals Hauptstadt Lissabon liegt ungefähr in der Landesmitte an der Mündung des Tejo in den Atlantik. Das hügelige Lissabon hat ca. 500.000 Einwohner, ist die größte Stadt des Landes und Regierungssitz.

Die “Costa de Lisboa” befindet sich zwischen Cascais im Westen und Lissabon – hier liegt ein Küstenort neben dem anderen.

Es gibt eine minimale Zeitverschiebung: Lissabon liegt in einer anderen Zeitzone als Deutschland und ist eine Stunde hinter unserer Zeit (Western European Summer Time).

Die Flugzeit Düsseldorf – Lissabon beträgt ungefähr drei Stunden. Gute Verbindungen gibt es zum Beispiel mit der nationalen Fluggesellschaft TAP Air Portugal. Der Flughafen liegt stadtnah im Nordosten von Lissabon. Bis zum Atlantik bei Cascais sind es ungefähr 35 Kilometer (45 Minuten Fahrtzeit).

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Wetter

Mit den Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad, teilweise bewölktem Himmel und der ständigen Meeresbrise waren wir sehr zufrieden. Es war immer angenehm warm, aber geschwitzt haben wir nie. Am Abend und an besonders windigen Plätzen haben wir uns eine Jacke oder einen Pullover übergezogen. An einigen Tagen war es morgens nebelig.

Wir hatten im August 2019 offenbar ungewöhnlich “schlechtes” Wetter, jedenfalls haben sich tatsächlich einige Portugiesen bei uns entschuldigt. Wie das Wetter denn normalerweise zu dieser Zeit sei, wollten wir deshalb wissen. Bis zu 40 Grad, war die Antwort. Oh nein, zu heiß, dann doch lieber so, war unsere Reaktion. Doch der Wunsch der Einheimischen war eindeutig: “We want heat!”

Fürs Baden im Meer war es uns definitiv zu kalt. Da wir ja, wie erwähnt, nie richtig geschwitzt haben, brauchten wir auch keine dringende Abkühlung. Der immer frische Atlantik (auch im Hochsommer nur 18 Grad) wäre eine Challenge gewesen – die wollten wir nicht. Selbst die vielen Surfer gingen nicht ohne Neoprenanzug aufs Brett. Für passionierte Meerschwimmer ist die Atlantikküste bei Lissabon deshalb vielleicht nicht das richtige Urlaubsziel.

Wir hatten ein Quartier mit Pool und sind dort geschwommen.

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Essen

Wir haben überall hervorragend und vergleichsweise günstig gegessen. Die Lage am Meer bedeutet: Auf den Speisekarten steht überwiegend Fisch. Wer den nicht mag, muss etwas länger suchen, wird aber auch fündig. Zwischendurch haben wir auch sehr gut italienisch, marokkanisch und indisch gegessen.

Das Herzstück der portugiesischen Küche passt in eine kleine Dose und ist auch ein schönes Mitbringsel: Sardinen. Sie gehören zu Portugal wie die Pizza zu Italien und Sushi zu Japan. Ich habe sie in unserem Appartement mal auf Toast und zu Nudeln gegessen – so einfach, so preiswert und so lecker!

Eines will ich unbedingt noch erwähnen, weil es uns manchmal Schwierigkeiten bereitet hat: Es geht um die typischen Essenszeiten in Portugal.

Die Portugiesen essen regelmäßig zweimal täglich warm. Mittags (bis 15.00 Uhr) und abends (ab 19.00 Uhr). Zu diesen Zeiten haben die meisten Restaurants geöffnet. Meine Empfehlung: Mittags gibt es oft sehr günstige Lunch-Menüs mit mehreren Gängen.

Will man aber in der Zeit dazwischen (also ungefähr von 16 bis 18 Uhr) essen, kann das schwierig werden. Viele Restaurants sind dann geschlossen oder bieten nur Getränke an – außer natürlich an touristischen Hotspots.

Mit knurrendem Magen sind wir am späteren Nachmittag an einigen tollen Restaurants vorbei gekommen – und unverrichteter Dinge wieder gegangen. Das war sehr schade. Fürs nächste Mal wissen wir Bescheid!

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Strände

Portugal ist bekannt für seine tollen, niemals überfüllten Strände. Einige davon liegen auch in der Region um Lissabon.

Die Küstenstädte haben oft mehrere kleinere Buchten (Foto: Cascais). Nicht alle sind bewacht. Oft sind sie felsig oder von Felsen eingerahmt. Nicht überall gibt es Toiletten, Strandbars, Schirm- und Liegenverleih. Dafür ist der Weg von der Stadt an den Strand nicht weit.

Die Atlantikstrände nördlich von Cascais sind nicht immer leicht zu erreichen. Manchmal muss man vom Parkplatz noch etwas laufen (kraxeln), um zum Meer zu kommen. An den meisten Stellen gibt es starke Strömungen.

Das ideale Reiseziel für den Familienurlaub mit kleinen Kindern ist diese Region Portugals deshalb wohl nicht.

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Von A nach B kommen

Theoretisch kann man an der Costa de Lisboa auch Urlaub ohne Auto machen. Das Metronetz in Lissabon ist super, zwischen Lissabon und Cascais gibt es eine Zugverbindung, an der Küste fahren Busse.

Wir hatten für eine Woche einen Mietwagen und haben damit einige Touren gemacht, die ohne Auto wahrscheinlich umständlich gewesen wären.

Autofahren ist in Portugal jedenfalls deutlich entspannter als im Ruhrgebiet. Die Straßen waren fast immer frei, alles ist gut ausgeschildert. Es gibt viele Kreisverkehre. Man findet immer einen Parkplatz, meistens sogar unentgeltlich. Dafür zahlt man auf den Autobahnen eine (moderate) Maut.

Sommerurlaub an der Küste von Lissabon: Städte und Ausflugsmöglichkeiten

Wir haben rund um Lissabon längst nicht alles gesehen, was wir hätten sehen können. Es gibt wirklich viele Städte, Orte und Strände, die einen Besuch lohnen.

Aber: Unser Urlaub sollte abwechslungsreich und gleichzeitig erholsam sein. Von unserem Quartier im wunderschönen Cascais aus haben wir deshalb vor allem kürzere Ausflüge in die Umgebung gemacht. Davon erzähle ich hier bald mehr – schau doch in den nächsten Wochen einfach wieder kurz vorbei!

 

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