Mailand: 9 Tipps für 8 Stunden

Ein bisschen verrückt und gut zu Fuß sein muss man schon sein für diese Mailand-Tour: morgens hin, abends zurück. Ich bin beides! Und es macht mir auch nichts, ständig die Uhr im Blick zu haben. Hier findest du meine Tipps und Vorschläge für den Fall, dass du auch eine Tagestour ins norditalienische Mailand planst:

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1. Bequeme Schuhe und leichtes Gepäck

Eine Stadt besuchen heißt normalerweise viel laufen. Ich habe deshalb meine bequemsten Schuhe getragen und war froh darüber. Das fällt in einer Stadt, in der fast alle sehr schick sind, zwar etwas schwer, aber mir ging es letztendlich mehr ums Wohlfühlen als ums Aussehen. – Wichtig war mir auch, dass ich an dem langen Tag nicht zu viel mit mir herumtrage. Ich hatte deshalb nur eine Handtasche zum Umhängen dabei mit wenig Inhalt: Portemonnaie, Smartphone, Taschenschirm, einige Kosmetika, Taschen- und Desinfektionstücher. Eine Kompaktkamera mit Ministativ hatte ich auch noch dabei (…hier liest du, was damit schief gegangen ist). Den Faltplan hatte ich in der Jackentasche.

2. Zeitig am Flughafen sein

Eine Stunde vorher da sein reicht, dachte ich. Schließlich hatte ich mich vorab für beide Flüge online eingecheckt. Für Düsseldorf war das auch okay, wobei es auch nicht weniger Zeit hätte sein dürfen. Am Flughafen Malpensa war ich etwa 80 Minuten vor dem Abflug. Das hat streng genommen nicht gereicht. Die Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle war nämlich wegen vieler Langstreckenflüge am Abend und der damit verbundenen großen Passagierzahl sehr lang. Ich musste deshalb einen Mitarbeiter über meine Boarding-Zeit informieren und er ließ mich sofort vor. Trotzdem war ich nur auf den letzten Drücker am Gate. Das ist Stress, auf den ich lieber verzichte. Beim nächsten Mal würde ich deshalb einen Zug eher nehmen.

3. Von Mailand Malpensa mit dem Express-Zug nach Cadorna

Es gibt mehrere Möglichkeiten, vom Flughafen in die Stadt zu kommen. Die aus meiner Sicht beste ist der Zug (MalpensaExpress; fährt 40 Minuten) bis Cadorna (Endstation). Von hier aus ist man in knapp 20 Minuten zu Fuß am Dom, die Strecke ist schön. Es gibt zwar auch Verbindungen zum Hauptbahnhof, aber der ist weit weg und man muss auf jeden Fall noch in die Metro umsteigen.

Die Kombi von Hin- und Rückfahrt mit dem MalpensaExpress kostet am Ticketautomaten 20 Euro. Dort ist aber immer ein ziemlicher Andrang. Ich habe deshalb die Tickets vorab per Internet gekauft. Sie kosten dann 13 Euro pro Strecke.

Achtung: Auf der Rückfahrt ist die Haltestelle „Terminal 1“ die richtige. Ich bin versehentlich bis zur Endstation (Terminal 2) gefahren und musste dann mit dem Shuttlebus zum anderen Flughafengebäude. Den Umweg hätte ich mir sparen können!

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4. Möglichst viel erlaufen

Wenn ich in einer Stadt unterwegs bin, laufe ich am liebsten. So sieht man einfach am meisten und kann auch mal spontan anhalten oder abbiegen. Auch fällt eher etwas auf, was im Vorbeifahren gar nicht wahrnehmbar ist.

5. Gute Kombination: Duomo und Galleria, Quadrilatero und Brera

Was macht man in Mailand, wenn man nur etwa acht Stunden Zeit hat? Das kommt darauf an, was man will! Shopping? Museum? Dombesuch? Das sollte sich jeder vorab sehr gut überlegen – Spontaneität vor Ort ist damit ja nicht ausgeschlossen. Für mich waren der Besuch von Dom und Galleria, ein Bummel durchs Modequartier Quadrilatero und das hübsche Viertel Brera eine sehr gute Kombination. Sie gehen quasi ineinander über und sind sehr gut zu Fuß zu erreichen. Für ausgedehntes Shopping, einen Besuch im Dom oder einem Museum wäre keine Zeit gewesen. Aber das war mir an diesem Tag auch nicht wichtig.

6. Innenhöfe ansehen

Mailand hat sehr viele sehr schöne Innenhöfe. Man sieht sie meist erst auf den zweiten Blick. Oft verstecken sich dort auch sehr einladende Cafés oder Restaurants. Deshalb mein Tipp: Auf Innenhöfe achten und einfach mal reingehen!

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7. Mittagspause in Brera

Wer nach Mailand kommt, MUSS mehr als einen Snack auf die Hand essen. Das Essen ist nämlich großartig. Die Auswahl ist riesig – überall. Meine Empfehlung ist, zum Essen irgendwo hinzugehen, wo es nicht so touristisch ist. Ich war um die Mittagszeit in Brera und habe auch dort gegessen (Taverna del Borgo Antico). Essen und Atmosphäre waren toll, das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut in Ordnung – ich würde wieder hingehen!

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8. Kaufhaus „La Rinascente“

Direkt neben dem Dom liegt das feinste Kaufhaus Mailands, das „La Rinascente„. Es ist einen (kurzen) Besuch wert: Wahrscheinlich ist nirgendwo in Mailand die Designerdichte größer. Hier kann man sich alles ganz ungezwungen auch mal aus der Nähe ansehen.

Wer wie ich gern in Supermärkte geht, fährt bis in die oberste Etage ins Feinschmeckerparadies. Was es da alles gibt! Hier kann man übrigens auch essen – bei schönem Wetter auf der Außenterrasse mit einem herrlichen Ausblick auf den Dom.

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9. Cocktail im „Camparino“

Es ist zwar teuer, aber die Location ist eben auch perfekt: Direkt am Eingang der Galleria mit Blick auf den Dom liegt das „Campanino„. Irgendwie gehört es für mich dazu, hier auf den Mailand-Besuch anzustoßen. In diesem Sinne: Salute!

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Vielleicht interessiert dich auch die Chronik meines Mailand-Tagesbesuchs?
…hier ist manches noch ein bisschen ausführlicher beschrieben. 

 

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