Meine Selbsthilfe bei Fernweh

Die kurzen, dunklen Tage wecken häufig Fernweh, oder?! Bei den meisten von uns dauert es bis zum nächsten Urlaub allerdings noch eine Weile, und die anfängliche Begeisterung für Herbst und Winter verschwindet nach einigen trüben Wochen. Wir sehnen uns nach Sonne und Sand unter den Füßen – ich jedenfalls. Mit diesen sechs Tricks gelingt es mir meistens, schöne Urlaubserinnerungen wach zu halten und die Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken:

Ajman

1. Urlaubsbilder und Reiseberichte gucken

Unsere Fotoarchive platzen fast vor lauter schöner Motive, oder?! Dank Digitalfotografie schleppen wir etliche Fotos auf dem Smartphone mit uns herum, bunkern sie auf unseren Festplatten oder in der Cloud. Wir müssen sie uns nur einfach immer mal wieder angucken!

Wer, wie ich, für einen Blog, ein Fotobuch, einen Kalender oder anderes ständig im Archiv unterwegs ist, stolpert auch immer wieder über Urlaubsorte und wird quasi dazu angeregt, sich an schöne Erlebnisse und Reiseziele zu erinnern. Ein guter Nebeneffekt, oder?!

Auch das Fernsehen und YouTube machen es uns leicht, uns bildlich immer wieder auf Reisen zu begeben. Ehrlich gesagt: Permanent möchte ich gar nicht unterwegs sein. Jeden Tag in einem anderen Bett schlafen, ständig in den Flieger steigen und Orte nur auf die Schnelle abhaken? Das ist gar nicht mein Ding. Dann doch lieber zwischendurch gemütlich auf dem Sofa sitzen und am Bildschirm auf einsame Inseln oder in quirlige Städte reisen. Oft ist mir damit schon geholfen. Ich weiß ja, dass ich irgendwann selbst aufbreche und das eine oder andere auch selbst entdecken werde.

Taste India

2. Fremdländisch essen gehen

Essen hält Leib und Seele zusammen – sagt man so. Ich finde, das stimmt. Gutes, bewusstes Essen tut mir gut. Mit Blick auf Gesundheit und Gewicht versuche ich, mich im Alltag möglichst nicht sinnlos vollzustopfen. Aber es fehlt natürlich oft die Zeit für etwas Besonderes, Aufwändigeres.

Im Urlaub freue ich mich immer darauf, neue Speisen und Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Das geht auch zuhause, jedenfalls wenn man in (der Nähe) einer Großstadt mit dem entsprechenden Angebot lebt. Ich esse sehr gern italienisch, wobei das ja irgendwie fast schon “normal” geworden ist und regelmäßig auch auf unserem heimischen Speiseplan steht. Deswegen genieße ich kulinarische Ausflüge in exotischere Regionen besonders. Einfach großartig (siehe Foto) war zum Beispiel das vegetarische Thali bei “Taste India” in Essen, unweit vom Einkaufszentrum Limbecker Platz. Alle Gäste, die an unserem Tisch vorbei gingen und auf meine gemischte Platte schauten, lächelten und sagten: “Das sieht aber auch gut aus.” Stimmt!

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3. Kosmetikprodukte aus dem Hotel benutzen

Es mag komisch klingen, aber es stimmt wirklich: Ich kann Gerüche speichern. Bei bestimmten Düften bin ich gedanklich direkt wieder da, wo ich ihnen zum ersten Mal begegnet bin. Wenn mir im Hotel ein Pflegeprodukt besonders gut gefällt, kaufe ich es mir für zuhause – dann wirkt das Wohlgefühl noch lange nach.

Neulich haben wir hier zuhause in eine “Badebombe” zu Wasser gelassen, die wir bei LUSH gekauft hatten. Schnell entfaltete sich der Duft, und was war unsere erste Assoziation? “Das riecht nach Dubai!”

Tatsächlich hat Dubai einen ganz besonderen Duft. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Weihrauch, Tonkabohne und Gewürzen. Weil wir ihn alle mögen, habe ich im Duty Free Shop ein Parfüm gekauft, das uns auch im Nachhinein noch an unseren Urlaub erinnert. Es ist nicht für uns gedacht, sondern mehr als Raumduft. Es wirkt!

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4. Es sich drinnen und/oder draußen gemütlich machen

Dank der vielen Dekoartikel, die wir jederzeit und fast überall kaufen können, ist es auch für Nicht-Interior-Designer wie mich relativ einfach, es sich zuhause gemütlich zu machen. Viele Duisburger strömen dazu regelmäßig in den “Knüllermarkt”, unser Deko-Mekka, über das ich …hier auch schon einmal geschrieben habe.

Egal wonach einem gerade ist – Strand oder Dschungel, Nordsee oder Asien -, hier findet sich fast jedes Deko-Thema, und das für relativ kleines Geld. Im Knüllermarkt habe ich auch den Buddha gekauft, der seit dem letzten Frühjahr unseren umgestalteten Asia-Garten ziert. Hier haben wir viele gemütliche Stunden verbracht, und ich freue mich schon jetzt darauf, das kleine Stück Exotik hinterm Haus genießen zu können, sobald es wieder wärmer wird.

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5. Sich intensiv auf die nächste Reise vorbereiten

Wenn das Ziel der nächsten Reise feststeht, können auch die Vorbereitungen starten. Ich lese dazu schon Wochen und Monate im Voraus Reiseführer, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, und natürlich stöbere ich auch auf Webseiten und Blogs.

Als eine Art Experiment habe ich in diesem Jahr zur Vorbereitung auf unsere Städtereise nach London ein Sachbuch gelesen. Wie hilfreich das war, darüber habe ich …hier berichtet.

Was immer geht, auch wenn kein Urlaub in Sicht ist: Bildbände gucken und Bücher lesen, die von schönen Orten handeln und sich mit dem Unterwegssein ganz allgemein beschäftigen. Ich finde es interessant, auf welche Ideen andere kommen und was sie dabei erleben. Ein bisschen bin ich dann mit ihnen “auf Reisen”, obwohl ich doch eigentlich zuhause auf dem Sofa sitze.

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6. Einen Tagesausflug machen

Wenn alles vorherige nicht reicht, dann hilft meistens nur: nichts wie raus! Häufig gelingt es, sich für einen schönen Ausflug einen Tag auch in einer ganz alltäglichen Woche freizuschaufeln. Wer ganz früh morgens aufbricht und am nächsten Tag frei hat, kann einen “kleinen Urlaub zwischendurch” machen.

Einige Ideen ausgehend vom westlichen Ruhrgebiet:

Ist eine Anregung für dich dabei? Welchen Tipp könnte ich hier noch aufnehmen?

 

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