Moers: Geleucht mit Blick ins Grüne

Darf man die Bewertung „schönste Aussicht“ schon vergeben, auch wenn man erst auf drei von x Halden im Ruhrgebiet war? Nach meinem Besuch von „Das Geleucht“ in Moers ist die Versuchung dazu sehr groß. Die leuchtend rote Grubenlampe auf der Halde Rheinpreußen ist zwar meiner Meinung nach selbst nicht sooo spektakulär – aber der Ausblick von hier oben … toll!

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Das Geleucht“ ist mit 122,60 Metern das weltweit größte Montankunstwerk. Das Maß setzt sich zusammen aus der Höhe der Halde (103,60 Meter) und dem darauf thronenden klassischen Bergmannssymbol. Der Künstler Otto Piene wollte den Bergleuten der vielen ehemaligen Zechen der Region ein Denkmal setzen. Die Einweihung war 2007.

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Es sind vergleichsweise wenige Stufen bis zur 360-Grad-Aussichtsplattform. Von hier sieht man vor allem: Grün! Sehr viel Grün sogar. Die Fotos zeigen den Waldsee in Duisburg-Baerl mit dem Niederrhein im Hintergrund, die Autobahn- und Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Duisburg-Beeckerwerth, den regen Schiffsverkehr, Europas größtes Stahlwerk mit den beiden leistungsstärksten Hochöfen sowie den Löschturm der Kokerei Schwelgern, der regelmäßig Wolken aus Wasserdampf ausspuckt.

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Die markante Landmarke steht auf einem großen Plateau, bis zu dem man – wenn man sich, wie wir, an die Schilder hält – nicht mit dem Auto fahren darf. Das letzte Stück Fußweg ist aber kurz und wirklich nicht besonders anspruchsvoll.

Bei unserem Besuch haben wir Radfahrer und Montanbiker getroffen, einige wenige Fußgänger und ein picknickendes Pärchen, das die große Wiese komplett für sich hatte. Ob es immer so leer ist wie an diesem schönen Samstagnachmittag Anfang Mai?

Nun ja, der Vollständigkeit halber sollte ich noch erzählen, dass wir ziemlich lange auf einer der Parkbänke gesessen und den wirklich großartigen Ausblick über den Niederrhein und das Ruhrgebiet genossen haben. In dieser Zeit fuhren ein Reisebus aus dem Münsterland und ein VW-Scirocco-Club mit zum Teil ganz schön aufgemotzten Schlitten an uns vorbei. Wahrscheinlich haben sie sich oben für ein Gruppenfoto formiert. Wir sind nicht mehr gucken gegangen.

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Noch ein Tipp zum Abschluss:

Wer gern Fleisch isst und modern-rustikales Ambiente mag, kann nach dem Haldenbesuch bei „Renzis“ in Duisburg-Baerl einkehren. Es liegt nicht einmal zehn Autominuten vom Geleucht entfernt auf dem Weg zur A42.

Das Renzis ist ein BBQ-/Burger-/Steakrestaurant in einem altem Bauerngehöft. Innen und außen auf der Terrasse sowie im Biergarten gibt es eine Vielzahl von Plätzen. Ausreichend Parkmöglichkeiten sind direkt am Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

 

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Weitere Infos: http://www.halden.ruhr/

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