#tb 02/2020: Buch, Sonne, Ski

Monatsrückblick statt Jahresbilanz: Ich fasse jeden Monat drei besonders schöne Ereignisse oder Momente zusammen und auch das, was sonst noch so los war in der Welt. Dieses #tb soll erinnern und anregen gleichermaßen – manches davon ist nämlich zum Nachahmen geeignet. Hier kommen also meine Dreilights aus dem Februar 2020: eine lehrreiche Lektüre, Freude über die Wintersonne und über einen kurzen Skiurlaub in Österreich.

Highlight Nr. 1 im Februar 2020: Lehrreiche Lektüre

Die meisten Bücher lese ich im Winter – gemütlich zudeckt auf der Couch bei Kerzenschein und mit einer Tasse Tee dazu.

Der Roman „Es wird Zeit“ von Ildikó von Kürthy, in dem es – gaaanz grob gesagt – um die zweite Lebenshälfte geht, landet nicht auf der Liste meiner Lieblingsbücher. Dafür war mir die Geschichte einfach zu konstruiert und manchmal auch zu flapsig erzählt.

Aber: Das Buch hat mich an einigen Stellen grübeln lassen über meine Lebenseinstellung und sie in Teilen auch bestätigt. So gesehen hatte es für mich doch einen Aha-Effekt.

Damit ich immer wieder mal drüber nachdenken kann, zitiere ich hier die erwähnten Stellen:

„Es geht darum zu lernen, worauf es ankommt. In der zweiten Lebenshälfte sollte man (…) sich Umwege sparen. Ballast abwerfen, das Leben, den Körper und die Schränke ausmisten. (…) Lernen worauf es nicht ankommt. Das loslassen, was man ohnehin nicht festhalten kann. (…) Abschied nehmen von langjährigen Wegbegleitern, die eigene Wege einschlagen.“ (Seite 153)

„Man kann sich nicht zu früh freuen, bloß zu spät.“ (Seite 244)

„Wann habe ich aufgehört zu essen und angefangen, mich zu ernähren?“ (Seite 311)

„In Zeiten von WhatsApp und Emojis ist eine Mail ja fast schon so persönlich wie ein handschriftlicher Brief. Bücher sind heutzutage Superfood, ein Spaziergang ohne Handy ist Reha und ein analoges Gespräch am Küchentisch ist das hochwirksame, natürliche Antibiotikum gegen sämtliche Art digitaler Krankheitserreger. “ (Seite 316)

„Wie oft wünschen wir uns, die Dinge wären anders, tun aber nichts dafür, um sie zu verändern?“ (Seite 368)

Highlight Nr. 2 im Februar 2020: Wintersonne

Zwischendurch zeigte sich der Februar so einladend, dass wir im Rheinpark Duisburg zum ersten Mal in diesem Jahr am Strand saßen.

Dass wir hier fast allein waren und der Kaffee schnell kalt wurde, störte überhaupt nicht.

An einigen besonders sonnigen Tagen ließ ich das Auto in der Garage und erledigte so viel wie möglich mit dem Fahrrad.

Highlight Nr. 3 im Februar 2020: Karnevalsflucht in die Berge

Wir haben die vielen beweglichen Ferientage rund um Karneval noch einmal für einen Kurzurlaub im Schnee genutzt.

Im Salzburger Land genossen wir vier ganze Skitage – zwei davon sogar mit „Kaiserwetter“.

Besonders schön war der Samstag. Es ist noch immer der typische An- und Abreisetag, was für uns hieß: leere Pisten und keine Wartezeit an den Liften. Ein Traum!

Was mich 2019 die Berge gelehrt haben, ist …hier zusammengefasst.

Monatsrückblick: Und sonst im Februar 2020?

Gab es nach der Thüringen-Wahl einen „Dammbruch“, weil ein scheinbar aussichtsloser FDP-Politiker mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Drei Tage später, im Sturm der Entrüstung, erklärte er seinen Rücktritt.

Und noch ein Sturm: Orkantief „Sabine“ zog über Europa. Die Bahn legte den bundesweiten Fernverkehr nieder und in NRW auch den Regionalverkehr. Etliche Flüge fielen aus. Viele Schulen blieben für einen Tag geschlossen.

In einer Shishabar im hessischen Hanau erschoss ein Deutscher zehn Menschen mit Migrationshintergrund. Der Täter und seine Mutter wurden in der Wohnung seiner Eltern tot aufgefunden.

Das Coronavirus breitete sich weltweit aus. Experten befürchten inzwischen eine Pandemie. Die ITB 2020 in Berlin wurde abgesagt.

Wir hatten einen Tag mehr vom Februar: 2020 ist nämlich ein Schaltjahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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