#anjasfarbenteuer im November

November. Oh je. Wenn ich ein Ranking für Monate hätte, dann läge der November auf Platz 12. Jedes Jahr aufs Neue wünsche ich mir, dass er schnell vorbeigehen möge. Mit dem elften Monat verbinde ich Nebel, Kälte und Friedhof. Keine schönen Assoziationen, oder? Deshalb bringe ich auf meinem Instagram-Account in diesem Jahr ein bisschen Bunt in den November. Dafür habe ich mir sogar ein eigenes Hashtag ausgedacht: #anjasfarbenteuer. Was es mit dieser Aktion auf sich hat, beschreibe ich hier.

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Eines vorweg: Ich mag alle Jahreszeiten, wenngleich die wärmeren für mich als Frostbeule die etwas angenehmeren sind. Auch den stürmischen Herbst und den kargen Winter finde ich schön. Jede Jahreszeit hat ihre Reize, und ich weiß es zu schätzen, dass wir hier in Mitteleuropa alle Jahreszeiten erleben können. Das wird mir vor allem dann immer wieder bewusst, wenn ich in Ländern unterwegs bin, die nur Sommer kennen. Raschelndes Herbstlaub und knarzenden Schnee kennen die Bewohner dieser Regionen allenfalls von Bildern oder aus dem Fernsehen. Schade eigentlich.

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Dennoch: Wenn ich auf einen Monat verzichten könnte, dann ist das der November. Zu diesen 30 Tagen zwischen dem goldenen Oktober und dem adventlichen Dezember fallen mir leider überwiegend unschöne Sachen ein: Nebel und der erste Frost (oder sogar Schnee) mit dem entsprechenden Chaos auf unseren Straßen, Erkältungen und grippale Infekte, Totengedenktage und Friedhöfe.

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Mein Kollege zitierte unlängst eine Statistik, die besagt, dass der November der staureichste Monat des Jahres ist. Das scheint zu stimmen, wenn ich mir die morgendlichen Verkehrsnachrichten so anhöre. Warum das so ist? Weil im November die wenigsten Leute Urlaub nehmen, in der Regel keine Schulferien sind, wegen des schlechten Wetters mehr Menschen mit dem Auto statt mit dem Fahrrad fahren und aufgrund von Nässe und Dunkelheit häufiger Unfälle passieren als beispielsweise im Sommer. Das weckt bei mir auch keine Sympathien für den elften Kalendermonat.

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Gelegentlich höre ich, dass Januar und Februar auf der Beliebtheitsskale im Allgemeinen auch nicht so besonders weit oben rangieren. Nun ja, wirklich gemütlich sind sie auch nicht, wenn man nicht gerade in wärmeren Gefilden urlaubt. Trotzdem kann ich diesen beiden irgendwie mehr abgewinnen. Im Januar zum Beispiel gibt es schon die ersten Primeln und Tulpen des Jahres, die ein wenig Bunt in unseren winterlich-tristen Alltag bringen. Im Februar sorgen Karneval und Valentinstag für etwas Farbe.

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Apropos Farbe: Mit meiner Novemberaktion #anjasfarbenteuer hauche ich meinem Instagram-Accout ein bisschen Farbe ein. In meinem Archiv habe ich ganz gezielt nach elf bunten Motiven für den elften Monat gesucht, die mich und hoffentlich auch andere in diesen grauen Tagen etwas erfreuen.

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Zum Abschluss noch ein Wort an alle November-Geburtstagskinder bzw. November-Liebhaber, von denen ich durchaus auch einige kenne: Dass mir der Monat nicht gefällt, heißt keinesfalls, dass es eine schlechte Zeit ist. Auch November-Tage können sehr schön sein – zum Beispiel mit warmen Waffeln, Kerzenlicht, einer kuscheligen Wolldecke und einem spannenden Buch.

Was bedeutet der November für dich?

 

Fotos:

1: Kunstwerk an der Rhineside Gallery Krefeld-Uerdingen
2: Graffiti an der Halde Rheinelbe
3: Fahrrad in Delft
4: Frühlingshaftes Blumenbeet in Den Haag
5: Teppich in der Sheikh-Zayed-Mosque Abu Dhabi
6: Kerzen auf dem Weihnachtsmarkt Duisburg

Titel: Graffiti im Rheinpark Duisburg

 

 

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