Oberhausen: Bunt, bunter, Pop Art

Rund ums Schloss Oberhausen zeigen sich die Frühjahrsblüher gerade in voller Farbenpracht: Die Magnolien strahlen in wunderbarem Rosa, die Osterglocken leuchten sonnengelb, und die königsblauen Stiefmütterchen bilden einen schönen Kontrast zum Grün der Wiesen. Auch die aktuelle Ausstellung in der Ludwiggalerie – “British Pop Art” – gibt sich farbenfroh.

Ludwiggalerie Oberhausen British Pop Art

Es war wieder Social-Media-Tag, und erneut hatten die Volontärinnen Linda und Natascha eine tolle Führung erarbeitet. Dieses Mal sogar mit Sound, und das nicht ohne Grund: “Pop” steckt schließlich nicht nur im Ausstellungsnamen, sondern spielte in den 1950er, 60er und 70er Jahren natürlich eine wesentliche Rolle für das Lebensgefühl der Zeit. Dank Songs wie “This is tomorrow” (Bryan Ferry 1977), “No milk today” (Herman’s Hermits 1966) und “Downtown” (Petula Clark 1964) war unser Gang von Exponat zu Exponat besonders schwungvoll, und es waren gleich zwei Sinne angesprochen.

Ludwiggalerie Oberhausen British Pop Art

Die Führungen in der Ludwiggalerie sind niemals belehrend, aber immer sehr lehrreich. Dieses Mal erfuhren wir unter anderem, dass Pop Art Kunst für Alle sein soll. Die Meisterwerke entstehen massenhaft – durch Druckgrafiken, durch Auflagenkunst und Multiples. Dabei sind die Motive meistens alltäglich, wobei es Lieblingsthemen gibt wie Konsum, Fernsehen, Werbung oder Auto. Oft ist die Darstellung fotorealistisch und überdimensioniert.

Ludwiggalerie Oberhausen British Pop Art

Das 1968 veröffentlichte Werk “Sandra” von Gerald Laing zeigt sehr schön die für Pop Art typischen Rasterpunkte. Roy Lichtenstein haben sie besonders bekannt gemacht.

Ludwiggalerie Oberhausen British Pop Art

Wer moderne Kunst mag und der Generation Ü50 angehört, für den wird der Besuch der Ausstellung eine Zeitreise in die eigene Jugend sein. Einige Mitglieder unserer Social-Media-Gruppe hatten jedenfalls sehr lebhafte Erinnerungen und konnten die Jüngeren daran teilhaben lassen.

Aber auch für U50er ist ein Besuch interessant – weil die Ausstellung auf vieles, was wir heute kennen, Bezug nimmt und weil sie so schön farbenfroh ist. Ein echtes #anjasfarbenteuer also!

Ludwiggalerie Oberhausen

“British Pop Art” ist noch bis zum 12. Mai zu sehen. Mein Tipp: Auf jeden Fall den “Sound-Walk” machen. Der kommt wohl so gut an, dass sogar hin und wieder die Leihgeräte vergriffen sind.

Mehr Informationen über die Ausstellung gibt es auf der Website der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen.

 

 

 

 

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