Plädoyer für die digitale Pause

Fast eine Woche weitgehend offline liegt hinter mir. Ein Selbstversuch. Die ersten Tage waren einfach und sehr wohltuend. Zuletzt wurde es immer schwieriger, meine Idee durchzuhalten: sieben Tage kein Instagram und möglichst ohne Smartphone bzw. Computer. Ich habe gemerkt und eingesehen, dass es heutzutage eigentlich gar nicht mehr ganz ohne geht. Hier ist meine Bilanz.

Duisburg am Rhein

Die ersten Stunden und Tage waren unauffällig. Mir fehlte nichts. Dann erfuhr ich durch meine gmx-App, dass der Februar-Stammtisch der Blogowskis kurzfristig abgesagt wurde. Gut, dass ich das schnell online noch einmal gecheckt habe! Anderenfalls wäre ich umsonst durchs halbe Ruhrgebiet gefahren.

Duisburg am Rhein

Nachdem das geklärt war, ging ich wieder off. Plötzlich war da so viel “Freizeit”. Was tun damit? Ich habe mich mehr ausgeruht, in der Küche gewerkelt, ein wenig im Garten nach dem Rechten gesehen und wieder mal ein Brettspiel gespielt.

Duisburg am Rhein

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich mit dem Rad zum nahegelegenen Rhein gefahren. Bei dem Ausflug sind auch die Fotos für diesen Beitrag entstanden. Die Außentemperatur von nur fünf Grad Celsius erschien mir zunächst nicht sehr einladend, doch es war schönster Sonnenschein, und mir wurde sogar richtig warm (auch ums Herz).

Duisburg Rheinpromenade

Ich habe mir außerdem Zeit fürs Lesen (von Papier) genommen. Den “Spiegel” lese ich sonst meistens nur im Urlaub, im Zug oder Flugzeug. Wenn ich ihn mehr als nur durchblättern und überfliegen will, kostet mich das Zeit, die ich üblicherweise nicht habe. An meinen Digital-Detox-Tagen hatte ich genug freie Stunden für eine gründliche und gemütliche Lektüre. Auch andere Zeitschriften habe ich gelesen.

Duisburg am Rhein

Vier, fünf Tage konnte ich das digitale Nichtstun wirklich genießen. Doch dann wurde ich hibbelig. Denn: Da sind so viele Themen für den Blog, die mir in den Fingern jucken. Und was hat sich wohl bei Instagram getan in den letzten Tagen? Meine Unruhe und Neugier wuchsen, so dass ich schließlich doch schon gut einen Tag vor der selbst gesetzten Frist wieder online war.

Duisburg Rheinpromenade

Dennoch: Die digitale Pause war gut für mich und ich will sie auf jeden Fall wiederholen. Wie genau, das weiß ich hier und jetzt noch nicht. Vielleicht nehme ich mir einen Offline-Tag pro Woche? Oder ich mache einmal im Monat ein displayfreies Wochenende? Ich könnte mir auch einfach für jeden Tag eine geringere Digitaldosis verordnen. Mal sehen.

Duisburg am Rhein

Mir ist klar geworden, dass ich nicht ständig aufs Smartphone schauen und davon abhängig sein möchte. Auf der anderen Seite machen mir vor allem mein Blog und Instagram inzwischen so viel Spaß, dass sie liebgewordene Hobbys geworden sind. Und Hobbys brauchen eben Zeit.

Ich werde also versuchen, eine halbwegs ausgewogene Balance von online und offline zu finden – mit der Tendenz zu etwas mehr Zeit für Analoges als vor dem Start meines Selbstversuches. Auf geht’s!

 

 

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