Rotterdam: Markthal und Maashattan

Während unseres Osterurlaubs 2017 in Scheveningen haben wir einen Tagesausflug nach Rotterdam gemacht. Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt der Niederlande und besitzt den größten Seehafen Europas. Auffällig ist die moderne Skyline mit vielen Wolkenkratzern, weshalb die Stadt auch „Manhattan an der Maas“ oder „Maashattan“ genannt wird. Einen Besuch lohnt auch die markante Markthalle.

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Die neue, 2014 fertiggestellte „Markthal“ liegt mitten im Zentrum und fällt schon wegen ihrer ungewöhnlichen Architektur auf. Ihre Form erinnert ein bisschen an ein Hufeisen. Für mich war es sehr schwierig, die Markthal im Ganzen zu fotografieren: Irgendetwas versperrte immer die Sicht, außerdem war direkt vor dem Haupteingang an diesem Tag Wochenmarkt und eine riesige Baustelle noch dazu.

Die Markthal ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt in den Niederlanden. Das Einzigartige an dieser Halle ist, dass sich unter ihrem Dach nicht nur ein Markt mit Einkaufsläden und Gaststätten befindet, sondern es in diesem Gebäude auch Wohnungen und über 1.000 Parkplätze gibt.

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Als wir die Markthal betreten haben, fielen unsere Blicke direkt auf die kunterbunte gewölbte Decke. Zu sehen sind hier überdimensional große Früchte und Gemüse, Blumen und Insekten. Es handelt sich um ein Kunstwerk des niederländischen Künstlers Arno Coenen mit dem Namen „Hoorn des Overvloeds“ (Horn der Fülle). Es ist eine gegenwärtige Variante der Stillleben von den alten, holländischen Meistern. Das Kunstwerk ist etwa 11.000 m² groß und umfasst rund 4.000 Glasscheiben in der Größe von je 1,5 mal 1,5 Metern. Ein absoluter Hingucker!

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Sehr verlockend sind auch die vielen Markt- und Gastrostände in der Markthal. Wir waren am später Vormittag da, als der Magen vom Frühstück noch ausreichend gefüllt und die Halle noch nicht von Mittagsgästen besucht war. So konnten wir uns alles in Ruhe ansehen. Es ist auf jeden Fall ein toller Ort, um Spezialitäten aus aller Herren Länder zu kaufen oder zu probieren. Nächstes Mal komme ich mit hungrigem Magen!

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Es gibt hier Backwaren, Schokolade und Süßigkeiten, Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse und noch vieles andere mehr in großer Auswahl. Wir haben uns hier eine ganze Weile staunend umgesehen. Wer nach Rotterdam kommt, sollte die Markthal auf keinen Fall verpassen!

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Ich habe den Eindruck, dass Rotterdam nicht die beliebteste Stadt der Holländer ist. In Scheveningen unterhielt ich mich mit einem Mann, der im Gespräch über Rotterdam ein bisschen die Nase rümpfte. Was wir von Rotterdam gesehen haben, ist so ganz anders als die anderen, oft malerischen holländischen Städte: eine sehr moderne Architektur mit vielen in den Himmel ragenden Gebäuden.

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Es gibt keine Altstadt in Rotterdam, weil die Stadt im zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört wurde. In den letzten Jahrzehnten wurde Rotterdam neu aufgebaut. Heute ist die Stadt weltbekannt für die bunte Mischung zwischen historischen Gebäuden und modernem Design.

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Auffällig ist auch die Architektur des Hauptbahnhofes. Nach umfangreichen Bauarbeiten präsentiert er sich nun als Palast aus Glas und Stahl mit großen Ladenstraßen. Rotterdam Centraal ist Hollands modernster Verkehrsknotenpunkt. Von hier aus haben wir unseren Frühlingsspaziergang Richtung Süden fortgesetzt. Das schöne, sehr gepflegte Stadtbild in diesem Teil Rotterdams hat uns wirklich positiv überrascht.

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Die bekannteste Sehenswürdigkeit Rotterdams ist die „Erasmusbrug“. Natürlich sind wir auch hier kurz vorbei gelaufen.

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Seit 1996 überspannt die Erasmusbrücke die Nieuwe Maas und verbindet das Zentrum mit dem einstigen Hafenviertel Kop van Zuid mit Rotterdams spektakulärster Skyline. Die geschwungene Schrägseilbrücke trägt den Spitznamen „De Swaan“ (Der Schwan) und ist über 800 Meter lang.

Nach etwa sechs Stunden haben wir Rotterdam wieder verlassen und sind nach einer knapp einstündigen Autofahrt in unser Ferienquartier zurückgekehrt. Wir hatten einen sehr kurzweiligen, interessanten Tag – eine gute Mischung aus Sightseeing und Shopping. Wenn wir in der Nähe sind, werden wir sicher wiederkommen.

 

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