Sechs Monate „Pott & Beyond“

Es ist jetzt ungefähr ein halbes Jahr her, dass ich mit „Pott & Beyond“ online gegangen bin. Ich hatte zwar schon ein paar Wochen vorher mit dem Schreiben angefangen, um nicht mit nur einem Beitrag an den Start gehen zu müssen. Aber im August, genauer gesagt zum „Tag der Trinkhalle„, habe ich den Blog veröffentlicht. Wie ich überhaupt zu einem eigenen Blog kam, was ich in den ersten Monaten erlebt und welche Erfahrungen ich in dieser Zeit gesammelt habe, davon erzähle ich in diesem Beitrag.

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Dass es Pott & Beyond gibt, liegt (mal wieder) an einigen Zufällen:

  1. Im Mai 2016 war ich bei einer Social-Media-Schulung, in der es unter anderem um Blogs ging. Zur Veranschaulichung schauten wir uns verschiedene Blogs an. Ich fand das total spannend und dachte immer öfter: „Das würde mir bestimmt auch Spaß machen.“
  2. Unser Smombie hatte beschlossen, ein Instagram-Profil anzulegen. Und da Eltern ja möglichst ein Auge darauf haben sollen, was der Nachwuchs so in der virtuellen Welt treibt, dachte ich, es wäre sinnvoll, selbst auch bei Instagram zu sein. Dafür brauchte ich einen Namen. Und eine Idee, welche Fotos ich dort posten könnte. Tja, was sind denn meine Lieblingsthemen, und womit kenne ich mich halbwegs gut aus? Mit Ruhrgebiet und Reisen! So kam ich auf „Pott & Beyond“. Das war im Juni 2016.
  3. Unter Anleitung meines IT-Gatten richtete ich im Juli 2016 einen WordPress-Blog ein (weil ich mich mit diesem CMS schon auskannte), sicherte eine Domain und eine E-Mail-Adresse. Dann fing ich an zu schreiben.

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Ich schrieb und las und las und schrieb. Mein Smartphone und ich waren nahezu unzertrennlich, was ich eigentlich ganz furchtbar finde. Mann und Kind kommentierten das auch entsprechend negativ – mit Recht!

In dieser ganzen Euphorie abonnierte ich viel zu viele Instagram-Accounts. Es waren so viele, dass ich meine Timeline überhaupt nicht mehr sinnvoll durchsehen konnte. Und das soll bei alldem für mich möglichst nicht auf der Strecke bleiben: der Sinn des Ganzen und das Interesse für die analoge Welt. Auch wenn ich viele der Accounts interessant fand, ent-abonnierte ich mich bei etlichen wieder. Als mein persönliches Limit habe ich mir 500 gesetzt: Mehr als diesen kann ich einfach nicht sinnvoll folgen, wenn ich nicht große Teile meiner Zeit darauf verwenden möchte.

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Das Allerschönste für mich ist: Der Blog gibt mir eine Plattform, um alles das, was ich so erlebt habe, in Wort und Bild festzuhalten. Vieles ist bis jetzt im Fotoalbum oder auf der Festplatte verschwunden. Erinnerungen verblassen. Erlebtes gerät in Vergessenheit.

Auf Pott & Beyond kann ich das, was ich will, öffentlich machen und mit anderen teilen. Und wenn es dann auch noch jemanden interessiert und vielleicht sogar hilfreich ist: Bingo!

Mein Blog ist ein Hobby – zugegebenermaßen ein sehr zeitintensives. Ich verdiene damit nicht mein Geld. Das heißt: Es geht hier nicht um Themen und Interessen von Auftraggebern, sondern um das, worauf ich Lust habe. Manchmal ist es auch ein bisschen „therapeutisches Schreiben“. Wenn’s hilft!?! 🙂

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Im November war ich zu einem Bloggertreffen eingeladen. Es war schön, dort andere Blogger kennen zu lernen und Adressen austauschen zu können!  Dafür hatte ich mir vorher auf die Schnelle auch noch Visitenkarten gemacht. Um zu visualisieren, worum es bei Pott & Beyond geht, habe ich mit Hilfe meines persönlichen IT-Beraters (dem besten der Welt!) auch ein provisorisches Logo kreiert.

Apropos Berater: Natürlich stehe ich bei allem, was ich mache, unter strenger Beobachtung. Fräulein Smombie, wesentlich Social-Media-versierter als ihre Mutter aus der „Generation analog“, ist eine scharfe Kritikerin. Was sie peinlich fand (und das war einiges), habe ich zwischendurch bei Instagram gelöscht. Ich gebe zu, dass wirklich nicht alles so prickelnd war …

Auch hier auf dem Blog habe ich im Laufe der ersten sechs Monate immer wieder mal Formate und Formulierungen geändert. Ich finde das nicht schlimm. Es geht hier für mich nicht um Perfektion auf den Punkt. Pott & Beyond ist für mich im übertragenen Sinne wie eine Pflanze, die ich hin und wieder ein bisschen zurechtschneide, dünge, mit anderen Pflanzen umgebe und hoffentlich immer genug gieße, damit sie blüht und nicht eingeht.

Der Blog und Instagram sollen mir Spaß machen – und das tun sie! Am liebsten mag ich das Auswählen und Bearbeiten der Fotos für Instagram. Seitdem ich poste und blogge, bin ich viel aufmerksamer für meine Umgebung geworden. Mir fallen jetzt Sachen auf, an denen ich noch vor einem Jahr vorbei gegangen wäre. Ich mache häufiger Fotos. Andere Fotos. Habe ich früher mehr oder weniger „draufgehalten“, gebe ich mir jetzt mehr Mühe und überlege, wie das Motiv wohl am schönsten aussieht. Das ist für meine Begleiter oft etwas anstrengend, weil ich häufiger stehenbleibe und wir einfach nicht so schnell voran kommen wie sonst.

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Ich bin kein Foto-Profi, und so sind meine Bilder auch zu verstehen: als Aufnahmen einer Hobbyfotografin. Oft benutze ich nur mein Smartphone oder eine kleine Kompaktkamera in meiner Lieblingsfarbe pink. Ich bearbeite kein einziges Motiv bei Photoshop. Hier auf dem Blog wähle ich Ausschnitte, bei Instagram nutze ich teilweise die vorhandenen Filter. Mehr nicht. Für andere Kanäle kann und will ich mir neben Job und Familie momentan nicht noch mehr Zeit nehmen. Das hat für mich erst einmal untergeordnete Priorität, auch wenn ich damit Reichweite einbüße. Weniger ist manchmal mehr.

Mal sehen, wie es jetzt weitergeht. Ich bin froh, dass ich mit Pott & Beyond so hoppla hopp im letzten Sommer angefangen habe. Einige Leute würden wahrscheinlich vor Verwunderung vom Stuhl kippen, wenn sie hörten, dass ich jetzt in Social Media mache (oder es zumindest versuche). Das hätten sie wahrscheinlich nie für möglich gehalten. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber: Manchmal bin ich eben für eine Überraschung gut!

 

 

 

 

 

 

 

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