Skigebiete: Erinnerungen von A bis Z

Wie gern ich Ski fahre habe ich hier auf dem Blog und bei Instagram mehrfach erzählt. In diesem Jahr reisen wir allerdings nicht in den Schnee, weil die Osterferien so spät beginnen. Die Pistenpause überbrücke ich mit Erinnerungen an einige Skigebiete, die ich kennen lernen durfte: von A wie Alpincenter bis Z wie Zugspitze. Dazu gibt es meine liebsten Gipfelfotos – mit viel Schnee, herrlicher Sonne und knalleblauem Himmel.

   

Willingen im Sauerland

Als unsere Tochter noch klein war, gab es für uns einige Jahre Skipause. Doch im Sauerland haben wir einige Male echt schöne Tage im Schnee verbracht. In Willingen war ich auch einmal einen Tag auf Brettern, während meine Liebsten mit dem Schlitten unterwegs waren. Für einen oder zwei Tage ist Willingen im Sauerland prima. Wenn genug Schnee liegt (das ist ja leider nur selten der Fall), kann man hier sogar von einem Hang zum nächsten „schaukeln“. Sehr sportlichen Skifahrern oder erfahrenen Alpinisten wird es hier allerdings wahrscheinlich zu langweilig sein.

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Ischgl und Sölden (Österreich)

Die Pisten der legendären Partydörfer Ischgl und Sölden sind da schon deutlich anspruchsvoller. Hier kommen Fortgeschrittene absolut auf ihre Kosten. Partymacher aber auch: Im Après-Ski sind die beiden Trubelorte nämlich mindestens genauso vielseitig wie am Hang. Wer es nicht mag, dass schon ab dem Mittag die Bässe über die Berge dröhnen, sollte lieber einen ruhigeres Winterziel wählen.

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Garmisch-Partenkirchen / Zugspitze

Nach Garmisch-Partenkirchen sind wir gefahren, weil die Anreise dorthin vom Ruhrgebiet aus vergleichsweise kurz ist. Wir hatten Glück, dass genug Schnee lag. Das Skigebiet in Garmisch ist ideal für Familien und Anfänger. Natürlich sind wir auch einmal mit der Zugspitzbahn auf den Gletscher gefahren. Leider waren an diesem Tag die Pisten nicht besonders gut präpariert und sehr huckelig. Wie haben deshalb mehr das Panorama als die Pisten genossen.

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Oberstdorf

Oberstdorf ist sehr gut mit dem Zug erreichbar. Weil wir nicht gern lange Strecken mit dem Auto fahren, sind wir deshalb zweimal hier gewesen. Es gibt hier drei unabhängige Skigebiete: Söllereck, Fellhorn und Nebelhorn. Zu allen fährt ein Skibus.

Das Söllereck ist der klassische Familienhang. Hier finden auch die meisten Skikurse statt. Etwas anspruchsvoller und abwechslungsreicher ist das Fellhorn, es liegt aber auch am weitesten weg. Aufs Nebelhorn bin ich allein, und das war auch gut so: Es waren wegen Schneemangel nicht alle Pisten geöffnet, und die waren durchaus schwierig zu fahren. Meine beiden Mitreisenden hätten wahrscheinlich nicht so viel Spaß gehabt, aber ich fand die schwarze Piste an diesem Tag richtig gut.

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Montafon / Vorarlberg (Österreich)

Die meisten Skiurlaube meiner Kindheit habe ich im Montafon verbracht. Wann ich das letzte Mal hier war, weiß ich gar nicht mehr genau. Seitdem wird sich garantiert sehr viel verändert haben. Ich habe das Montafon und die Silvretta jedenfalls in guter Erinnerung.

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Kronplatz (Südtirol)

Der Kronplatz steht in meinem persönlichen Skigebiete-Ranking ganz weit oben. Was mir hier so gut gefällt: die Vielseitigkeit und Breite der Pisten, die gemütlichen Bergrestaurants und natürlich das Essen. Am Kronplatz ist alles auf viele Skifahrer ausgerichtet, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl einer Massenabfertigung. Die Südtiroler sind ausgesprochen nett und unaufdringlich. Ich habe mich hier zweimal sehr wohl gefühlt. Einziger Nachteil aus meiner Sicht: Vom Ruhrgebiet aus dauert die Fahrt sehr lange.

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Stubaier Gletscher (Österreich)

Zuletzt Ski gefahren sind wir im Stubaital. Wie es dazu kam und wie es uns dort gefallen hat, darüber habe ich hier auf dem Blog bereits berichtet. Im Moment sieht alles danach aus, dass wir unseren nächsten Skiurlaub wieder im Stubaital verbringen werden und es ein Wiedersehen mit dem Gletscher gibt.

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Skihallen in Bottrop und Neuss

Und dann wären da noch die beiden „Skigebiete“ in unserer Nähe:

Das Alpincenter Bottrop behauptet, die längste Skihalle der Welt zu sein. Die Location ist jedenfalls echt außergewöhnlich: Die Halle liegt auf einer Halde, die Piste schlängelt sich an ihr herunter. Sie hat deshalb auch eine leichte Kurve, was sicher ein Pluspunkt ist. Allerdings endet sie an einem Transportband, zu dem man sich noch ein bisschen hinschleppen muss. Während man wieder nach oben transportiert wird, kann man zwar einen Blick auf die Industrieumgebung werfen (das ist schon irgendwie skurril), aber die Fahrt auf dem Band dauerte mir zu lange und war auch nicht besonders entspannend.

Dann doch lieber in der Skihalle Neuss gemütlich mit dem Vierersessellift wieder nach oben fahren, finde ich. Das ist wesentlich schneller und gemütlicher. Die Piste ist auf Stelzen mitten in die rheinländische Tiefebene gebaut und wirkt wie ein Fremdkörper. Von innen ist sie aber wirklich nett gemacht. Wir waren hier einige Male, um das Gefühl für den Schnee und fürs Wedeln nicht zu verlieren. Für zwei, drei Stunden macht es Spaß – danach wird es langweilig.

Eines haben aber beide Pisten gemeinsam: Sie sind für uns unschlagbar schnell zu erreichen und absolut schneesicher! Für ein alpines Intermezzo werden wir sie deshalb sicher zukünftig wieder besuchen. Einen echten Schneeurlaub in den Bergen ersetzen sie aber nicht.

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Einen Traum habe ich übrigens noch: einmal in den Bergen Nordamerikas Ski fahren!

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