St. Petersburg: Zauberhafte Zarenstadt

Als wir vor einigen Jahren eine Ostsee-Kreuzfahrt buchten, lockte mich vor allem ein Ziel: St. Petersburg, die nördlichste Millionenstadt der Welt. Russland ist ein ziemlich weißer Fleck auf meiner Reiselandkarte. Die riesige Nation verängstigt und fasziniert mich gleichermaßen. Es ist so vielseitig und so geheimnisvoll. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist sehr groß. Ich verstehe und spreche die Sprache nicht. Insofern war es eine tolle Gelegenheit, mit St. Petersburg eine der wahrscheinlich schönsten Städte Russlands in wenigen Stunden kennen lernen zu können.

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„St. Peterburg ist eine Stadt von überwältigender Schönheit und Größe“ heißt es im Reiseführer. Mit prunkvollen Palästen, schimmernden Hausfassaden, geschwungenen Brücken und vergoldeten Kuppeln und Turmspitzen. Die Entwürfe für das architektonisch wie künstlerisch vollkommene St. Petersburg stammen vom italienischen Architekten und Städtebauer Domenico Rezzini. Jedoch haben Katharina II. und deren Nachfolger die reichen Schätze persönlich zusammen getragen , denn alle russischen Zaren waren leidenschaftliche Kunstsammler. Diese Schätze sind in den großen Palästen zu bewundern: zum Beispiel im Schloss Peterhof, im Katharinenpalast und in der Eremitage.

Doch wie erkundet man bei einer Liegezeit von knapp zwei Tagen eine Metropole, in der man sich gut und gerne auch eine ganze Woche aufhalten könnte? Wir mussten uns entscheiden. Mit Rücksicht auf unser damaliges Grundschulkind meldeten wir uns nur für zwei Halbtagesausflüge an. Am ersten Tag besichtigten wir die Isaakskathedrale und machten eine Schiffsfahrt auf der Neva. Am zweiten Tag fuhren wir zur Blutskirche und schlenderten zur Eremitage.

Isaakskathedrale

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Die Isaakskathedrale (offizielle Bezeichnung: Kathedrale des Heiligen Isaak von Dalmatien) ist die größte Kirche in St. Petersburg und einer der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Die Kirche ist 111 Meter lang, 97 Meter breit und 101,50 Meter hoch. Der Durchmesser der vergoldeten Hauptkuppel beträgt 26 Meter. In der Kirche finden mehr als 10.000 Menschen Platz.

Der Kernbau hat einen rechteckigen Grundriss. Den Außenbau gliedern insgesamt 112 Säulen aus rotem, poliertem finnischen Granit, deren 48 untere jeweils 114 Tonnen wiegen. Bedeutend sind die vier großen Giebelreliefs. Das südliche zeigt „Die Anbetung der Könige“ von Iwan Vitali, das östliche den „Hl. Isaak von Dalmatien, dem Kaiser Valentian sein nahes Ende vorverkündend“. Das nördliche Giebelrelief zeigt die „Auferstehung Christi“, das westliche „Die Begegnung des hl. Isaak von Dalmatien mit dem Kaiser Theodosius“.

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Im Inneren der Kirche befinden sich über 200 meist großformatige Gemälde und Mosaiken sowie zehn große Säulen. Insgesamt wurden 43 verschiedene Baustoffe benutzt, was der Kirche den Beinamen „Museum der russischen Geologie“ einbrachte.

Blutskirche

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Eines der für mich schönsten Gebäude in St. Petersburg ist die Auferstehungskirche, auch als Blutkirche, Erlöserkirche und Erlöser-Kirche auf dem Blut bekannt. Sie ist nach dem Vorbild der Moskauer Basilius-Kathedrale gestaltet und als einziges großes Kirchengebäude der Petersburger Innenstadt, das nicht italienischen und klassizistischen westlichen Baustilen folgt, entsprechend auffällig. Erbaut wurde sie von 1883 bis 1912 an der Stelle, an der Alexander II. einem Attentat zum Opfer gefallen war.

Die Kirche steht in der Nähe des Newski-Prospektes (den Champs Elysées von St. Petersburg) an einem Kanal. Die innere flächendeckende Ausgestaltung im Ikonenstil und äußere Verzierung besteht vor allem aus Mosaiken.

Eremitage

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Wir waren nur an der Eremitage, nicht darin. Aber allein der Anblick von außen ist schon beeindruckend genug.

Die Eremitage ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Im Archiv des Museums befinden sich fast drei Millionen Objekte. In mehr als 350 Sälen sind über 60.000 Exponate ausgestellt.

Auch der Gebäudekomplex, der das Museum beherbergt und zu dem der berühmte Winterpalast gehört, wird heute zusammenfassend als Eremitage bezeichnet. Er ist ein zentraler Bestandteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Sankt Petersburger Innenstadt.

Wir haben St. Petersburg staunend verlassen. Es ist eine bemerkenswerte Stadt mit Sehenswürdigkeiten an jeder Straßenecke. Wir möchten auf jeden Fall wiederkommen!

 

Mehr Infos:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Petersburg

https://de.wikipedia.org/wiki/Isaakskathedrale

https://de.wikipedia.org/wiki/Auferstehungskirche_(Sankt_Petersburg)

https://de.wikipedia.org/wiki/Eremitage_(Sankt_Petersburg)

 

 

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