Stockholm: Schöne Schwedenmetropole

Eine der schönsten Stationen unserer Ostseekreuzfahrt im August 2012 war definitiv Stockholm. Schwedens einzige Millionenstadt gilt als „Kleinste Großstadt bzw. größte Kleinstadt der Welt“. Ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Wasser. Schon die langsame Fahrt durch den Garten der 30.000 Schären ist ein Erlebnis: vorbei an kleinen Inselchen, oft mit den typischen roten Schwedenhäusern und eigenen Bootsanlegern. Pippi-Langstrumpf-Feeling pur!

DSC00885   DSC00862   DSC00895

Leider hatten wir für Stockholm zu wenig Zeit (ein Liegetag). Zum Ausgleich bot dafür der Anlegeplatz unseres Schiffes ein tolles Panorama auf diese schöne Stadt. Schau selbst:

_MG_3640

Gleich nebenan war auch eine Linienhaltestelle für Boote, die in Stockholm zwischen den verschiedenen Inseln fahren wie bei uns Busse oder Bahnen. Es war nur eine kurze Fahrt bis zur sehenswerten Altstadt „Gamla Stan“.

DSC00817   DSC00816

Als erstes liefen wir zum „Kunglinga Slotten“ (allein dieser Name – herrlich!). Das Königliche Schloss ist eines der größten Schlösser Europas. 605 Zimmer soll es haben, eines mehr als der Buckingham Palace in London. Die Zimmer verteilen sich auf sieben Etagen.

In italienischem Barockstil ist das Königliche Schloss einem römischen Palast nachempfunden. Es dient heute vor allem Arbeitsplatz des schwedischen Königshauses und als offizielle Residenz.

DSC00820   DSC00822   DSC00832

Natürlich gibt es an mehreren Stellen des Schlosses ernst dreinschauende Wachmänner. Die tägliche Wachablösung konnten wir leider nicht sehen. Dafür haben wir das Schloss von innen besichtigt und trotz Fotoverbot einige wenige Bilder gemacht. Auch in der Schatzkammer im Kellergewölbe waren wir, um die kostbaren Kronjuwelen und Königsinsignien zu bestaunen.

DSC00829  DSC00824  DSC00825

DSC00831   DSC00830

Zum Abschluss waren wir im schlosseigenen „Gift Shop“, dem „Slottsboden“. Dort kann man nicht nur Ansichtskarten, Schlüsselringe und andere Souvenirs kaufen, sondern auch exklusiven Schmuck in Silber und Gold. Dazu gibt es auch Einrichtungsgegenstände: Textilien, Porzellan, Glas, Übertöpfe, Tabletts … — alle mit Mustern, die den Königlichen Sammlungen entstammen. Jeder von uns hat ein Souvenir bekommen: die Dame eine Kaffeetasse, der Herr einen Minischirm und das Fräulein einen Stofflöwen.

Nur ein paar Schritte vom Königlichen Schloss entfernt beginnen die schönen, engen Gassen der Stockholmer Altstadt mit vielen in Erdfarben gestrichenen alten Giebelhäusern und kleinen Plätze mit Cafés, Restaurants, Galerien und Kunsthandwerksgeschäften. Eines der wohl meist fotografierten Motive in Gamla Stan ist dieses:

DSC00851   DSC00873

Im Erdgeschoss befinden sich einladende Cafés, die an diesem sonnigen Tag sehr gut besucht waren. Aber nach einer Weile wurde zufällig ein Tisch frei und wir setzten uns zur Kaffeepause.

Weil der Platz in den engen Gassen von Gamla Stan knapp ist, gibt es vielerorts keine Außenterrassen, auf denen man im Sommer draußen essen und trinken kann. An warmen Sommertagen öffnen die Cafés und Restaurants statt dessen ihre großen Fensterfronten.

DSC00855   DSC00863

Natürlich verließen wir Stockholm nicht, ohne Kanelbullar gegessen zu haben. Kanelbullar – wörtlich übersetzt: Zimtballen – findet man in Schweden an jeder Ecke. Seit 1999 wird in Schweden an jedem 4. Oktober der „Kanelbullens dag“ gefeiert – ja, die Schweden haben eigens für ihr typisch schwedisches Lieblingsgebäck einen „Tag der Zimtschnecke“ ins Leben gerufen. Mir hat das Hefegebäck sehr gut geschmeckt, es war allerdings ziemlich süß und mächtig.

Bevor wir zum Schiff zurückkehren mussten, sind wir durch die vielen Geschäfte und Souvenir-Läden in der Altstadt gebummelt. Abseits von Schweden-Fähnchen, Plüsch-Elchen, Trollen und Stockholm-T-Shirts findet man auch echtes schwedisches Handwerk: Glaskunst, Porzellan, Gemälde, Zeichnungen, Tischdecken und Mode.

DSC00880

Ich habe Stockholm nur ungern verlassen – eine wirklich schöne Stadt, die ich auf jeden Fall wiedersehen möchte!

 

by

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *