Stubaital: Per Flieger zum Gletscher

Wir fahren gern Ski, aber wir fahren nicht gern längere Strecken mit dem Auto. Für Skiurlaub in den Alpen passt das schlecht zusammen. In diesem Jahr haben wir deshalb zum ersten Mal die Anreise per Flugzeug gewählt. In den Osterferien (März 2016) sind wir nach Innsbruck geflogen und haben Skiurlaub im Stubaital gemacht. Wieso bin ich auf diese Idee nur nicht früher gekommen???

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Von Düsseldorf nach Innsbruck fliegt man mit airberlin nur etwas mehr als eine Stunde. Im Sinkflug konnten wir schon die Skigebiete von oben sehen – selbst Gondelstationen und einzelne Skifahrer waren zu erkennen! Spannend ist die Landung in Tirols Hauptstadt: Der Flughafen liegt in einem Tal, der Anflug ist durchaus anspruchsvoll. Piloten brauchen eine Zusatzqualifikation, um hier aufsetzen zu dürfen. Nach einer sanften Landung waren unsere Koffer schnell da. Es kommen am Tag nicht allzu viele Maschinen an, deshalb geht alles zügig.

Am Ausgang wartete schon ein Mitarbeiter unseres Hotels in Neustift. Nach einer nur etwa 20-minutigen Fahrt standen wir schon an der Rezeption und konnten unser Zimmer beziehen. Großartig! Andere quälen sich acht oder mehr Stunden über Autobahnen, durch Staus und an Grenzübergängen vorbei …

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Im Stubaital gibt es mehrere Skigebiete. Wir waren ausschließlich auf dem Stubaier Gletscher. Es ist der größte Gletscher der Alpen und bietet Anfängern und Fortgeschrittenen vielseitige Abfahrten. Der Schnee war perfekt, die Pisten an jedem Morgen frisch präpariert. Dazu bestes Wetter … einfach wunderbar!

An den ersten Tagen war es morgens noch richtig leer. Deutlich voller wurde es an den Ostertagen und danach. Nun ja: Je später es wird, desto weniger Alternativen in Nicht-Gletscher-Skigebieten gibt es, einfach weil dort dann nicht mehr genug Schnee liegt.

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Während des Urlaubs haben wir das Auto kein einziges Mal vermisst. Direkt an unserem Hotel war eine Skibushaltestelle. Mit dem Bus waren wir in gut einer halben Stunde an der Talstation und – für einen Tagesausflug – nach etwa 60 Minuten in der Innenstadt von Innsbruck. Ein Supermarkt und ein paar kleinere Geschäfte waren fußläufig erreichbar.

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Einen Ausflug nach Innsbruck möchte ich auf jeden Fall empfehlen. Erstens: Ein Tag Skipause tut gut. Zweitens: Die Stadt ist einen Besuch wert. Wir waren beim Goldenen Dacherl, sind durch die Gassen der Altstadt spaziert und haben uns im Café Sacher Innsbruck gestärkt.

Fazit:

Wir werden zukünftig wahrscheinlich nur noch mit dem Flugzeug in den Skiurlaub fliegen, auch wenn wir damit bei der Wahl des Skigebietes eingeschränkt sind. Was das Gepäck angeht: Weil wir keine eigene Skiausrüstung haben, kommen wir mit einem Koffer pro Person plus Handgepäck aus. Ski und Schuhe müssen wir dann im Skigebiet ausleihen. Da wir aber nicht in jedem Jahr in den Schnee fahren können, lohnt sich eine eigene Skiausrüstung auch nicht.

Und die Kosten? Ja, der Flug ist sicher ein bisschen teurer als die Autofahrt. Aber mal abgesehen davon, dass wir eine solch lange Strecke wirklich nicht gern fahren, sollte man beim Kostenvergleich alle Faktoren berücksichtigen: Benzin, Abnutzung, die erforderliche Winterausrüstung, Stau und Unfallgefahr, Zeit und Nerven. Unter dem Strich spricht dann nicht mehr so viel für die Autofahrt, finde ich.

2017 werden wir keinen Skiurlaub machen. In den Winterferien ist die Schneelage zu unsicher, außerdem ist es die teuerste Reisezeit. Die Osterferien in NRW fangen 2017 erst Mitte April an. Für Skiurlaub ist das ziemlich spät. Alle Skiurlauber werden sich auf die Gletscher quetschen – da ist uns dann zu voll.

Aber irgendwann werden wir uns sicher wieder die Bretter anschnallen. Dann bestimmt wieder mit Anreise per Flugzeug!

 

Hilfreiche Links:

www.airberlin.com

www.stubai.at

www.innsbruck.at

 

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Bist du Skifahrer/in? Welches Skigebiet ist dein liebstes?

 

 

 

 

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