Valletta: Kathedrale aus Gold

Wer in Valletta ist, sollte sich unbedingt die St. John’s Ko-Kathedrale ansehen. Sie ist zentral in der Altstadt gelegen und doch fast ein wenig unscheinbar. Wir sind jedenfalls, staunend über die vielen Paläste und Skulpturen links und rechts, zunächst an ihr vorbei gelaufen. So schlicht die Fassade ist, so prunkvoll und üppig golden ist das Innere. Interessant: Der Bau des Gebäudes dauerte nur vier Jahre, die vollständige Ausstattung des Innenraums nahm jedoch über 100 Jahre in Anspruch.

Valletta Kathedrale

Zu ihrem ungewöhnlichen Namen kommt die St. John’s Ko-Kathedrale, weil sie als zweiter Sitz des Erzbischofs von Malta neben der Kathedrale St. Paul in der alten Hauptstadt Mdina dient.

Valletta Kathedrale   Valletta Kathedrale

Im Innenraum aus der Zeit des Hochbarock weiß man gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Die Dekoration ist sehr kunstvoll und üppig.

“Die Ausstattung erfolgte nach Plänen und unter Leitung des kalabrischen Künstlers und Malteserritters Mattia Preti. Er schuf die kompliziert geschnitzten Steinwände und bemalte die Gewölbe und Seitenaltäre mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Johannes. Bemerkenswert ist, dass die Schnitzereien an Ort und Stelle geschaffen wurden und nicht wie üblich unabhängig voneinander geschnitzt und dann an den Wänden angebracht wurden.” (Quelle: Wikipedia)

Valletta Kathedrale

Zu den Highlights in der Kathedrale gehört sicher das Gemälde “Die Enthauptung Johannes des Täufers” von Caravaggio. Das Meisterwerk wurde auf Malta von den Rittern in Auftrag gegeben und eigens für die St. John’s-Ko-Kathedrale gemalt.

Caravaggio wurde in Italien geboren und starb auch dort. Seine produktivsten Jahre verbrachte er jedoch auf Malta.

Valletta Kathedrale

Zu den Kunstwerken der Kathedrale zählen auch die zahlreichen Marmorgrabsteine, die mit dem jeweiligen Wappen der Ritter, mit Skeletten und Totenschädeln verziert sind.

Valletta Kathedrale   Valletta Kathedrale

Die St. John’s Ko-Kathedrale gehört definitiv zu den opulentesten und detailreichsten Bauwerken, die ich bis jetzt besichtigt habe. Wir haben uns hier recht lange aufgehalten, weil es sehr viel zu sehen und entdecken gab. Außerdem war der Aufenthalt auch ohne Klimaanlage eine willkommene Gelegenheit, der Mittagssommersonne zu entfliehen.

 

2 Kommentare


  1. // Antworten

    Ein echter Wahnsinn was für ein Prunk dort drinnsteckt. Aber dennoch wirklich hübsch. Und sehr gut aufgefangen die Stimmung 🙂

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