Venedig: Stadt über dem Wasser

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Es gibt Orte, die sollte man gesehen haben. Venedig gehört dazu, finde ich. Nun haben wir Europäer das Glück, dass Venedig ziemlich zentral und damit gut erreichbar ist. Also: Nichts wie hin in die Lagunenstadt!

Wir waren im April 2012 für vier Nächte in Venedig. Das Frühjahr ist meiner Meinung nach eine gute Zeit für eine Reise in diese besondere Stadt: Es ist nicht mehr kalt, aber auch noch nicht so warm, dass die Kanäle anfangen zu müffeln. Es ist Leben in der Stadt, aber die Touristenmassen sind noch nicht da.

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Für mich ist Venedig so eine Art „Open-Air-Museum“: majästetische Paläste, malerische Plätze, romantische Brücken, enge Gassen – und dann noch die Gondeln! Man weiß fast gar nicht, wo man zuerst hingucken soll.

Weil es eine vergleichbare Stadt sonst nirgendwo auf der Welt gibt, ist Venedig ein beliebtes Touristenziel. Das ist schön für Venedig (denn Touristen bringen schließlich viel Geld), aber andererseits schadet es der Stadt auch in gewisser Weise. Sie wird immer unauthentischer. Denn wegen der vielen Touristen wird alles teurer: zum Beispiel der Wohnraum und der Lebensunterhalt ganz allgemein. Deswegen ziehen zwangsläufig immer mehr Venezianer aufs Festland. Die Konsequenz: Wo früher Wohnungen waren, sind heute Hotels oder Pensionen, der Supermarkt von damals ist heute ein Souvenirshop. Ich finde das sehr schade.

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Trotzdem ist Venedig definitiv eine Reise wert! Uns allen hat es dort sehr gut gefallen. Wir haben in einer kleinen Pension in der Nähe der Rialto-Brücke gewohnt, die wir über www.venere.com gefunden hatten. Der Vermieter, ein sehr netter Venezianer, hat uns jeden Morgen selbst das Frühstück zubereitet. Besonders lecker war der Kaffee! Er hatte viele gute Tipps für seine Gäste, die uns gerade am Anfang sehr hilfreich waren.

Wir sind überwiegend zu Fuß unterwegs gewesen. Es gibt ja wirklich überall etwas zu sehen und zu entdecken. Für längere Strecken haben wir ein Vaporetto genommen, so eine Art „Linien-Schiff“. Für uns, die wir ja nur Bus, Straßen- oder U-Bahn kennen, war schon das ein echtes Erlebnis.

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Obwohl es sehr teuer ist, haben wir es uns auch in den Cafés am Markusplatz gemütlich gemacht (u.a. im Café Florian). Hier zu sitzen, etwas zu trinken und dem bunten Treiben zuzusehen, war einfach toll. Unser hübsches hellhäutiges, blondes Mädchen war auf der Platz dann bald ein riesiger Spielplatz und die „bambina“ als Fotomotiv bei den vielen asiatischen Touristen äußerst begehrt.

Auch für Kinder ist ein Städtetrip nach Venedig durchaus spannend. Unsere Tochter (damals sechseinhalb) fand das Vaporetto-Fahren toll (die Gondelfahrt natürlich auch), sie hat jeden Tag aufs Neue die Tauben auf dem Markusplatz gefüttert, die vielen Masken bestaunt (und selbstverständlich auch eine zur Erinnerung gekauft) und – genau wie wir – das leckere italienische Essen genossen.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Vom und zum Flughafen nimmt man am besten ein Schnellboot. Es ist nur ein etwa zehnminütiger Fußweg vom Flughafengebäude zum Bootssteg. Wir haben leider auf dem Hinweg den Shuttlebus genommen. Das hat zwar prima geklappt, aber die Bootsfahrt von Venedig zum Flughafen war eindeutig schöner!

 

*** Und was sind deine Erfahrungen mit Venedig? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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