Oberhausen: „Wunder der Natur“

Museen sind meistens perfekt beleuchtet und gut temperiert, die Räume sauber und ein bisschen steril. Mit dem Gasometer in Oberhausen hat das Ruhrgebiet ein Museum, das so überhaupt nicht in dieses Bild passt. Innen ist es schummrig bis düster, es müffelt nach Schmierstoffen, der Boden ist uneben und im Winter ist es total kalt. Trotzdem ist der Besuch auf jeden Fall lohnenswert.

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Der riesige Innenraum erlaubt nämlich Exponate, die wahrscheinlich nur in wenigen anderen Museen Platz hätten. Die Ausstellung „Wunder der Natur“ (2016) zeigt großformatige Bilder von Menschen, Tieren und Landschaften. Die Bilder hängen auf mehreren Ebenen des Gasometer und sind mit Stahlseilen befestigt.

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Absolutes Highlight von „Wunder der Natur“ ist die riesige Weltkugel inmitten des Gasometer. Auf die Kugel sind Bilder projiziert, wie sie wohl Astronauten von der Raumstation aus sehen. So schaut man staunend nach oben – wer Glück hat, macht es sich liegend auf einem Sitzsack bequem – und sieht den blauen Planeten im Tagesverlauf. Im Zeitraffer sieht man Kontinente bei Nacht und Tag, Wolken und Stürme. Großartig!

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Die Ausstellungen im Gasometer sind vielleicht nicht immer international bedeutsam, die Location ist aber definitiv ein Erlebnis. Wer mag, kann im Anschluss noch den Rundblick von der Aussichtsplattform genießen: auf das benachbarte CentrO., den Rhein-Herne-Kanal, die A42 und die angrenzenden Städte. Natürlich gibt es von da oben auch genug Schlote und Industrieanlagen zu sehen – wir sind ja schließlich im Pott. Nicht-Ruhrgebietler staunen dann aber vielleicht wenigstens ein bisschen, wie grün es hier doch ist.

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Mehr Infos:

http://www.gasometer.de/de/

 

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